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Archiv
01.12.2010, 00:00 Uhr
Schülerdiskussion
„Herr Wichmann von der CDU“ in der Prignitz/ Filmveranstaltung angeregt
PERLEBERG/WITTENBERGE - Mit der Filmdokumentation von Andreas Dresens „Herr Wichmann von der CDU“ ist Henryk Wichmann bundesweit bekannt geworden. Weniger bekannt ist, dass eine Station seines Berufslebens mit Perleberg verbunden ist. Am Amtsgericht hatte der Jurist 2007 seinen überhaupt ersten Auftritt als Staatsanwalt. Wie er sich jetzt bei einem Besuch in Perleberg erinnerte, ging es dabei um eine Alkoholfahrt. 
Gordon Hoffmann hatte seinen Kollegen von der CDU-Landtagsfraktion in die Prignitz eingeladen. Die beiden Politiker kamen dabei auch am Wittenberger Gymnasium mit Schülern der Jahrgänge 11, 12 und 13 schnell ins Gespräch. Der 33-jährige Uckermärker versuchte die Schüler für die Fallstricke der elektronischen Medien zu sensibilisieren. Eine große Zahl Jugendlicher nutzt Kommunikationsforen wie Facebook oder StudiVZ. „Aber wer macht sich schon Gedanken, welche Spuren er dabei hinterlässt“, erklärte Henryk Wichmann.
Oft geben die Nutzer vorbehaltlos Dinge von sich preis, die ihnen später auf die Füße fallen können. So würden unreflektiert Bilder ins Netz gestellt, die zum Beispiel bei einem Arbeitgeber, bei dem man sich bewerbe, Zweifel aufkommen lassen, ob man überhaupt geeignet sei. Die beiden Landtagsabgeordneten diskutierten auch darüber, welche Profile sich aus den Spuren im Internet erstellten lassen, und welche Rückschlüsse, auch falsche, gezogen werden können.
Henryk Wichmann fand es bemerkenswert, wie aufgeschlossen sich die Gymnasiasten zeigten. Mancher sei wohl überrascht gewesen, dass Politiker – in diesem Fall er und Gordon Hoffmann – ganz normale Menschen sind, die ansprechbar sind und die Interessen der Bürger auch aufnehmen. Henryk Wichmann ist stellvertretender Vorsitzender des Petitionsausschusses im Landtag. In diesem Jahr sind bereits 800 Petitionen eingegangen. Jeder Bürger erhalte innerhalb von sechs bis acht Wochen eine Antwort, auch wenn der Ausschuss nicht alle Probleme klären könne. Vielfach würden sich Bürger zu spät melden, wenn das „Kind bereits in den Brunnen gefallen“ sei. Henryk Wichmann ermunterte, die Möglichkeit der Petition zu nutzen.
Sorge bereitet ihm, dass offenbar immer häufiger Menschen, keinen Zugang zur Politik finden. Dies werde auch in dem Film von Andreas Dresens deutlich, der zeigt, wie er sich als Landtagskandidat auch vergeblich um Interesse bei seinen Zuhörern bemüht. Dass er selbst in dem Film nicht immer gut wegkommt, nimmt Henryk Wichmann gelassen: „So ist eben das ungeschönte Leben.“
Demnächst gibt es eine Fortsetzung der Filmdokumentation. Ein Jahr lang hat Andreas Dresens ihn bei seiner Arbeit als Landtagsabgeordneter begleitet. Gezeigt werden soll, was ein Abgeordneter schaffen kann und was nicht. Voraussichtlich Mitte 2012 wird der 90-minütige Streifen in die Kinos kommen. Gordon Hoffmann regte eine Filmveranstaltung in der Prignitz an. (Von Michael Beeskow)