Presse
27.09.2017 | MAZ - Prignitz-Kurier 27.9.2017 / Bernd Atzenroth
Wahlausschuss bestätigt Ergebnis der Bürgermeisterwahl
Pritzwalk. Es hätte alles ganz anders kommen können – die Pritzwalker Wahlleiterin Petra Lohrmann war darauf vorbereitet, dass es eine Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Pritzwalk kommt. Dass es nun zu ihrer Überraschung anders kam, erspart der Stadt einen aufwendigen Vorbereitungsakt – neue Wahlkarten wären schon jetzt ausgesandt, auch an Jungwähler, die bei der ersten Wahl noch nicht dabei sein dürften, bei der Stichwahl aber schon. Das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl wurde im Wahlausschuss am Montag zum endgültigen Resultat erklärt. Ronald Thiel (CDU/FDP/KBV) errang die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen 6930 Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von 67,2 Prozent – mit Ausschlägen nach oben in den Ortsteilen und nach unten in der Kernstadt.
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26.09.2017 | Der Prignitzer 26.9.2017 / Thomas Bein
Neuer Pritzwalker Bürgermeister will mehr Zusammenarbeit mit Kommunen in der Region
PRITZWALK Große Freude im bürgerlichen Lager von Pritzwalk: Der gemeinsame Kandidat von CDU, FDP und Bauernverband, Ronald Thiel, hat bereits im ersten Wahlgang in Pritzwalk die absolute Mehrheit mit 54,5 Prozent der Stimmen erreicht und ist damit zum neuen Pritzwalker Bürgermeister
gewählt. Er setzte sich gegen drei weitere Kandidaten durch. Das waren Ralf Knacke von der SPD (22,6 Prozent), unterstützt durch Linke und Freie Wähler, der unabhängige Kandidaten Mario Ortlieb (14 Prozent) und Thomas Schlaffke von der AfD (8,8 Prozent). „Ich möchte zukünftig der Bürgermeister aller Pritzwalker sein und natürlich nicht die Ortsteile außer acht lassen“, betonte der bisherige zweite Mann im Rathaus. Thiel hat bereits im Wahlkampf seine Prioritäten vorgelegt: Verbesserung der Infrastruktur mit einem entsprechenden Verkehrskonzept für die Stadt, Ausbau der Quandt-Sporthalle und weitere Projekte. „Wir haben in den letzten Jahren vor allem in den
Hochbau investiert. Nun ist es an der Zeit, auch die Straßen und Wege in der Stadt in Ordnung zu bringen“, so Thiel. Dabei kann er sich der Unterstützung aus dem bürgerlichen Lager sicher sein. „Wir brauchen aber dennoch wieder eine sachbezogene und an Themen orientiert Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung, die sich am Wohl der Bürger orientiert. Unsere Stadt und ihre Entwicklung sind für mich wichtiger als jede Parteipolitik“, betonte Ronald Thiel.
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26.09.2017 | MAZ - Prignitz-Kurier 26.9.2017 / Bernd Atzenroth
Vizebürgermeister wird Nachfolger von Wolfgang Brockmann als Stadtoberhaupt von Pritzwalk
Pritzwalk. Die Entscheidung fiel im ersten Wahlgang: Ronald Thiel (CDU/FDP/KBV) wird neuer Bürgermeister von Pritzwalk. Wie Wahlleiterin Petra Lohrmann am Sonntag kurz nach 21 Uhr gegenüber der MAZ bestätigte, wird es keine Stichwahl geben. Nach dem Endergebnis, das der Pritzwalker
Wahlausschuss am Montagabend bestätigte, erreichte Thiel 54,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen – für ihn entschieden sich 3776 Wählerinnen und Wähler. Damit errang er die absolute Mehrheit. Ralf Knacke (SPD/Linke/Freie Wähler) musste sich mit 22,6 Prozent der Stimmen begnügen, in absoluten Zahlen erhielt er 1568 Stimmen. Einzelbewerber Mario Ortlieb kam auf 14,3 Prozent oder 973 Stimmen und Thomas Schlaffke (AfD) erreichte letztlich 8,8 Prozent oder 613 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,3 Prozent. Wahlberechtigt waren 10 457 Personen, darunter etwa 300 Personen zwischen 16 und 18 Jahren. Die Zahl der Briefwähler lag bei 1486. 6930 gültige und 98 ungültige Stimmen wurden abgegeben. Ronald Thiel zeigte sich „sehr zufrieden darüber, von den Bürgern ein Vertrauen geschenkt bekommen zu haben, das zur Mehrheit gereicht hat“. Seit der Wahlausgang
feststeht, kann er sich vor Glückwünschen gar nicht mehr retten. „Ich konnte noch gar nicht alle beantworten“, erzählte er am Montagnachmittag. „Ich werde mit diesem Vertrauen dementsprechend umgehen“, betonte Thiel. Und für ihn
geht der Blick ganz klar nach vorn: „Pritzwalk ist wichtiger als jede Partei. Ich würde mich freuen, wenn es uns gelingen würde, dass wir die Sachfragen in den Vordergrund stellen.“
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26.09.2017 | Der Prignitzer 26.9.2017 / Hanno Taufenbach, Barbara Haak
PRIGNITZ Auch in den kommenden vier Jahren wird die Prignitz mit drei Politikern im Bundestag vertreten sein. Neben Sebastian Steineke (CDU), der das Direktmandat gewann, schafften Dagmar Ziegler (SPD) und Kirsten Tackmann (Linke) über die Zweitstimmen den erneuten Einzug ins Parlament.
„Fleiß und Engagement werden belohnt“, kommentierte der CDU-Kreisvorsitzende Gordon Hoffmann Steinekes Sieg. Er habe im Vergleich zu 2013 sogar noch Stimmen dazu gewonnen. Das AfD-Ergebnis hingegen sei besorgniserregend. „Es ist höchste Zeit, auch in Brandenburg stärker darauf zu achten, was die Menschen wollen“, so Hoffmann. Je strukturschwacher die Region, desto besser das Ergebnis der AfD. Die Wahl zeige einmal mehr, dass die Kreisreform mit noch größeren Strukturen falsch sei. Den Wiedereinzug von Dagmar Ziegler bezeichnet SPD-Kreischef Harald Pohle
als „hervorragend“. Damit bleibe der direkte Draht in den Bundestag bestehen.
Das sei wichtig für anstehende Aufgaben, wie den Weiterbau der A 14. Das AfD-Ergebnis sei für alle demokratischen Parteien eine Niederlage. „Wir alle haben es nicht geschafft, die Wähler zu erreichen. Daran müssen wir arbeiten“, so Pohle.

26.09.2017 | MAZ - Dosse-Kurier 26.9.2017
Neuruppin. Der Nordwesten Brandenburgs ist wieder gut im Bundestag
vertreten. Schaffen doch sowohl Sebastian Steineke (CDU) als auch Dagmar Ziegler (SPD) und Kirsten Tackmann (Linke) den Wiedereinzug ins Deutsche Parlament. Gleichwohl war auch gestern die Stimmung bei den drei Politikern
gedämpft – wegen des Wahlerfolgs der Alternative für Deutschland (AfD). Ganz unerwartet kam es für SPD Frau Ziegler nicht, dass sie dem CDU-Mann Steineke im Kampf um das Direktmandat unterlegen war. Man könne mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, sagte sie, obwohl das Zweitstimmenergebnis der SPD im Wahlkreis 56 vergleichsweise nicht so schlecht ist. Ziegler ist froh, weiter im Bundestag arbeiten zu können. Ansonsten sei in ihrer Fraktion noch völlig offen, wer welche Funktion übernehme – also auch, ob sie Parlamentarische Geschäftsführerin bleibt. Klare Kante verspricht Ziegler hingegen in Sachen AfD, deren Vertreter man „demaskieren“ müsse. Das hört Kirsten Tackmann (Linke) gern, die wie Ziegler über die Landesliste wieder in den Bundestag einzieht. Allerdings ärgert sich Tackmann, dass die SPD zu Jahresbeginn den Trialog mit Linken und Grünen abgebrochen hat, um „ein
antifaschistisches Bündnis“ gegen die AfD zu schmieden. Das Bündnis hätte eine Alternative sein können, glaubt Tackmann. „Wir brauchen ein breites gesellschaftliche Bündnis gegen Hetze.“ Tackmann verwies auf den Erfolg, den das parteiübergreifende Bündnis gegen die militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide erzielt hat. „Davon sollten wir lernen.“ Tackmann sieht
ihre Aufgabe als Bundestagsabgeordnete darin, die Menschen zu motivieren,
„die abgehängt sind und gar nicht wählen“. Zwar ist die Wahlbeteiligung auch im Nordwesten des Landes gestiegen, und zwar um fast fünf Prozent auf 68,3 Prozent. Das heißt aber auch, dass mehr als 30 Prozent der Wahlberechtigten
nicht abgestimmt haben.

25.09.2017 | Der Prignitzer 25.7.2017 / Hanno Taufenbach, Barbara Haak
PRIGNITZ CDU-Mann Sebastian Steinecke hat es geschafft. Der Christdemokrat gewinnt nach dem Wahlerfolg vor vier Jahren wieder das Direktmandat für den Bundestag im Wahlkreis 56 (Prignitz-Ostprignitz-Ruppin-Havelland I), gefolgt von Brandenburgs Spitzen- und hiesiger Direktkandidatin
Dagmar Ziegler. Die Sozialdemokratin konnte ihr Ziel, den Wahlkreis zurück
zu erobern, nicht erreichen, lieferte sich in einigen Bereichen gar ein enges Kopf an Kopf-Rennen mit dem AfD Kandidaten Michael Nehls. Sie habe um den Sieg gekämpft, aber die große Enttäuschung sei nicht eingetreten, so Dagmar Ziegler. „Das Ergebnis und der Sieg von Sebastian Steineke waren zu erwarten.“ Das Gesamtergebnis ihrer Partei bezeichnet sie als erschütternd. Mindestlohn oder Rentenanpassung hätte es ohne die SPD in der Regierungskoalition nicht gegeben. Zwei Entscheidungen, von denen
gerade Brandenburger und Prignitzer profitieren würden, „aber das hat der Wähler nicht honoriert“. Das Abschneiden der AfD mache ihr persönlich Angst. „Das sind Populisten, die andere gegen Schwache aufhetzen und Stimmung machen“, sagte Ziegler. Sie werde dafür kämpfen, dass mehr in politische Bildung investiert werde. Ob sie das in der Opposition machen werde, sei offen. „Der Wähler hat uns in die Opposition geschickt, aber wir müssen die Ergebnisse erst noch genau anschauen.“ Eine Jamaika-
Koalition sehe sie sehr kritisch. Angela Merkel sei am Zuge und müsse Gespräche anbieten. Wahlsieger Sebastian Steineke freute sich vor allem darüber, dass er seinen Erfolg von vor vier Jahren bestätigen konnte. „Bis hin zum Ortsbürgermeister waren wir bei den Menschen präsent, haben viele
Themen angesprochen. Das hat sich ausgezahlt“, sagte er. Nachdem die SPD viele Jahre lang in Brandenburg als Dauersieger aus Wahlen hervorging, habe die CDU jetzt bewiesen, dass sie ihren Erfolg verstetigen könne. Für eine Koalition gebe es nur zwei Möglichkeiten „und es wäre bedauerlich, wenn sich die SPD Gesprächen gegenüber verschließen würde, so Steineke.

21.09.2017 | Der Prignitzer 21.9.2017 / Torsten Gottschalk
Arbeitsgruppe „Rettet den Rudower See“ zog nach einem Jahr Bilanz
LENZEN Nach einem Jahr des Engagements haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe (AG) „Rettet den Rudower See“ kürzlich eine durchwachsene
Bilanzgezogen.„Wirhabenviele Gespräche mit Behörden geführt, die Politik wachgerüttelt und kleine Erfolge erzielt“, sagte AG-Sprecher Ralf Behrens
im gutbesuchten Nebensaal des Schützenhauses Lenzen. Er gab zu, dass man sich mehr erhofft habe. Laut Behrens sei die Zusammenarbeit mit der Stadt Lenzen und dem Amt Lenzen-Elbtalaue nach wie vor stark verbesserungswürdig. So haben die Stadtvertreter zwar einen eigenen Arbeitskreis gebildet, ein Austausch mit den Bürgern findet aber nicht statt. „Wir machen die Öffentlichkeitsarbeit, doch die Stadt hält sich bedeckt.
Sie muss sich aber positionieren und das Land für die den See betreffenden Schäden gerade stehen.“ Doch während sich die eingeladenen Vertreter von Landkreis und Umweltbehörden der Diskussion im Schützenhaus stellten, folgten lediglich drei Lenzener Stadtverordnete der Einladung. Vertreter des Amtes „glänzten“ durch Abwesenheit. „Dabei sollten wir die Rettung des Rudower Sees als gemeinsames Objekt sehen. Wir müssen ja nicht immer einer Meinung sein, aber das Ziel gemeinsam verfolgen.“ Amtsdirektor Harald
Ziegeler erklärte diesen Umstand mit der engen Terminlage, u.a. zur Vorbereitung der Bundestagswahl. „Wir sehen uns außerdem mit den Vertretern der AG regelmäßig bei Arbeitstreffen“, so Ziegeler. Die AG gründete sich, als im Sommer dieses Jahres die Behörden nach starker Blaualgenbelastung und massenhaftem Fischsterben ein wochenlanges
Badeverbot für den Rudower See verhängten. Ziel der AG ist eine nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität durch geeignete Maßnahmen. Als positiv betrachtet die Lenzener AG die vergangenen Arbeitstreffen bezüglich des Sees mit Vertretern von Landesumweltamt, Landkreis und des Amtes Lenzen-Elbtalaue unter der Leitung der Biosphärenreservatsverwaltung „Flusslandschaft Elbe“ in Wittenberge. Karl-Heinz Hundertmark berichtete,
dass die Petition zur Unterstützung des Vorhabens „Rettet den Rudower See“ in wenigen Wochen fast 2000 Unterstützer fand und mittlerweile auch an Brandenburgs Agrar und Umweltminister Jörg Vogelsänger übergeben wurde.
Ausdrücklich lobte er auch das Engagement der Prignitzer Landtagsabgeordneten Thomas Domres (Die Linke) oder Gordon Hoffmann (CDU), die „uns Türen geöffneten haben.“ Und die BVB/Freie Wähler-Fraktion, die auf gleich zwei Pressekonferenzen auch überregionale Journalisten für das
Problem sensibilisierte. Ende September wird der Rudower See Thema einer Debatte im Potsdamer Landtag sein. Wie Hundertmark weiter mitteilte, hat der Naturschutzfonds jüngst 70 000 Euro zur Verfügung gestellt, mit dem weitere
Erprobungen des Gewässers finanziert werden sollen.
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21.09.2017 | MAZ - Ruppiner Tageblatt 21.9.2017 / Andreas Vogel
Neuruppin. Sebastian Steineke tanzt auf drei Hochzeiten gleichzeitig: Der Rechtsanwalt ist Stadtverordneter in Neuruppin, Chef der CDU Kreistagsfraktion in Ostprignitz-Ruppin und Bundestagsabgeordneter.
Gleichwohl fehlt er kaum mal bei einem Termin. „Der Aufwand ist hoch“, räumt der 44-Jährige ein, der 2004 der Liebe wegen von Hamburg nach Neuruppin
gewechselt ist. Doch Steineke hält ihn aus – und für gerechtfertigt. Er wolle
wissen, wie sich Beschlüsse, die der Bundestag fällt, in den Kommunen auswirken, sagt er. Zudem könne er sich auf seine Mitstreiter verlassen. Hinzu
kommt, dass er ein sogenannter Heimschläfer ist. Er braucht kein Zimmer in Berlin, sondern kann abends nach den Sitzungen des Bundestages wieder nach Hause fahren, zu seiner Frau, die Richterin am Amtsgericht Neuruppin ist, und den zwei Kindern – oder eben zu Terminen. „Das ist ein großer Vorteil", sagt Sebastian Steineke, der die Familie als „sein größtes Hobby“
bezeichnet. Politik, Geschichte und Rechtspolitik hatten es Steineke zwar schon in seiner Jugend angetan. Gleichwohl ließ sich der HSV-Fan, der als Sechsjähriger sogar einmal Franz Beckerbauer die Hand schütteln durfte, Zeit mit seinem Einstieg in die Politik. Erst als Ole von Beust im Herbst 2001 überraschend Regierender Bürgermeister von Hamburg wurde und damit die langjährige SPD-Hochburg für die CDU einnahm, trat Steineke bei den
Christdemokraten ein. Der „andere Politikansatz“ des CDU Mannes von Beust hatte ihn beeindruckt. Nach seinem Umzug nach Neuruppin wollte Steineke in die Kommunalpolitik einsteigen. Es waren damals schwierige Zeiten für die lokale CDU. Die Partei war verstrickt in den Skandal um die sogenannte
XY-Bande. Diese betrieb in und um Neuruppin jahrelang organisierten
Drogenhandel und illegales Glücksspiel – der Bandenchef Olaf Kamrath war CDU-Mitglied und saß für die Partei sogar einige Zeit in der
Stadtverordnetenversammlung. Steineke ließ sich davon nicht abschrecken.
„Ich wollte zeigen, dass es anders geht“, dass es in der Kommunalpolitik stets um das Beste für die jeweilige Gemeinde gehen sollte. 2011 wurde Steineke Mitglied des Kreistages, da Lothar Regulin aus Altersgründen sein Mandat abgab. Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde der Rechtsanwalt in die
Stadtverordnetenversammlung gewählt und übernahm im Kreistag den Posten des CDU-Fraktionschefs. Zuvor hatte er überraschend im September 2013 das Direktmandat für den Bundestag in der Region gewonnen und sich dabei gegen Dagmar Ziegler (SPD) und Kirsten Tackmann (Linke) durchgesetzt.
Seitdem versucht Sebastian Steineke, auch auf Bundesebene das Beste für die Region zu bewerkstelligen – auch wenn er nur einer von 309 Abgeordneten der CDU/CSUFraktion im Bundestag ist.

21.09.2017 | MAZ - Ruppiner Tageblatt 21.9.2017 / Kathrin Gottwald
Perleberg. Alle vier Jahre wird der Bundestag neu gewählt. Im Wahlkreis
56 sind 176 461 Wahlberechtigte aufgerufen, am Sonntag in die Wahllokale zu kommen. 4553 Erstwähler gibt es in diesem Jahr. Mehr als 6500 Wähler (Stand 31. August) haben ihr Wahlrecht schon per Briefwahl ausgeübt. Der Wahlkreis 56 umfasst die Kreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz sowie Teile des Kreises Havelland (die Stadt Nauen und die Ämter Friesack, Nennhausen und Rhinow) und ist somit einer der größten Wahlkreise Deutschlands. Er besteht aus 468 Wahlbezirken. Pro Wahlbezirk gibt es ein Wahllokal, darunter sind 198 barrierefrei und 29 Briefwahllokale. Die Wähler haben nun am Sonntag die Qual der Wahl. Denn es wetteifern nicht nur 15 Parteien und
Wählervereinigungen um die Gunst der Wähler, sondern auch zehn Direktkandidaten. Und das sind: Sebastian Steineke, 44, CDU, Rechtsanwalt aus Neuruppin. Holte vor vier Jahren im Durchmarsch das Direktmandat. 2013 errang in Brandenburg die CDU in neun von zehn Wahlkreisen das Direktmandat. Dagmar Ziegler, 56, SPD, aus Wittenberge. Sitzt schon seit 2009 im Bundestag, war davor Finanzministerin und Arbeitsministerin in Brandenburg. Ist die Spitzenkandidatin der SPD in Brandenburg. Kirsten Tackmann, 56, Die Linke, aus Tornow. Die Tierärztin sitzt schon seit 2005 im Bundestag, ist ebenfalls Spitzenkandidatin ihrer Partei in Brandenburg. Michael Nehls, 56, AfD, aus Zechlinerhütte. Ist seit 2014 Kreisvorsitzender der AfD. Martin Wandrey, 24, Bündnis 90/Die Grünen, aus Friesack. Der Medizinstudent ist Sprecher der Grünen in Brandenburg. Andreas Hoffmann, 54, FDP, aus Havelaue, betreibt als Einzelunternehmer
eine Immobilienverwaltung in Wittenberge. Wolfgang Engewicht, 71, Freie
Wähler, aus Alt Ruppin, war nie Mitglied einer Partei; der Computerfachmann
will sich nun einmischen. Arnold Blum, 65, Marxistisch-Leninistische Partei, aus Glövzin, Landwirt im Ruhestand. Corvin Drößer, 18, aus Wahlsleben tritt für die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiativen“ an – kurz auch „Die Partei“. Er hat gerade in Neuruppin sein Abitur gemacht. Mario Borchert, 46, aus Damelack tritt als Einzelbewerber unter dem Slogan „Für praktische Vernunft in der Politik“ an. Er finanziert seinen Wahlkampf selbst. In drei Städten des Wahlkreises 56 stehen zudem am 24. September Bürgermeisterwahlen an: In Rheinsberg, Pritzwalk und in Nauen. Wenn dabei kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt, gehen die beiden Kandidaten mit den besten Ergebnissen in die Stichwahl, die am 15. Oktober durchgeführt wird.

20.09.2017 | MAZ - Prignitz-Kurier 20.9.2017
Pritzwalk/Perleberg. Mit einem Infostand ist die CDU am Mittwoch,
20. September, ab 10 Uhr mit dem Bürgermeisterkandidaten Ronald Thiel auf dem Markt präsent. CDU-Bundestagskandidat Sebastian Steineke, Ronald Thiel und der CDU-Landesvorsitzende Ingo Senftleben touren ab 14.30 Uhr durch Pritzwalk. Am Donnerstag, 21. September, steht die CDU Perleberg ab 10 Uhr am
Markt/Ecke Krämerstraße. Die CDU Wittenberge steht am Freitag, 22. September, um 9 Uhr auf dem Wochenmarkt in Wittenberge.

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