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Presse
01.09.2015, 10:24 Uhr | Presseartikel des Prignitzer
„Ein dilettantischer Beschluss“
Rainer Pickert kritisiert Festlegung auf Neuruppin als künftige Kreisstadt

PRIGNITZ Rainer Pickert (CDU) muss nicht überlegen, wie er den Beschluss des Ostprignitzer Kreistages bezeichnen soll: „Das ist ein dilettantischer Beschluss“, sagte der Vorsitzende des Prignitzer Kreistages. Damit reagierte er auf unseren gestrigen Beitrag „Neuruppin will Kreisstadt bleiben“.

Ist Ostprignitz-Ruppin im Falle einer Fusion mit der Prignitz bereit, ernsthaft und ergebnisoffen über den künftigen Kreissitz zu verhandeln? Viel Spielraum sehen die dortigen Kreistagsabgeordneten offenbar nicht, denn vergangene Woche beschlossen sie: „Der Kreistag des Landkreises Ostprignitz-Ruppin bekennt sich zur Neuruppin als Kreisstadt.“ Ihren Landrat beauftragten sie, sich mit der „nötigen Sensibilität für den Erhalt des Kreissitzes“ einzusetzen, heißt es. Sensibilität sei ja ein schönes Wort, aber der Beschluss allein sei ja höchst unsensibel, so Pickert.

In einer ersten Reaktion sagten Unternehmer ein für gestern Abend geplantes Treffen mit den beiden Landräten in Neuruppin ab. „Unter diesen Voraussetzungen macht ein Gespräch keinen Sinn. Dieser Meinung schließe ich mich persönlich an“, sagte Pickert. Er habe immer befürwortet, dass Neuruppin Oberzentrum wird, dass Landesbehörden dort konzentriert werden. Wenn Neuruppin jetzt aber auch noch Kreisstadt bleibe, habe die Stadt Rainer Pickert kritisiert Festlegung auf Neuruppin als künftige Kreisstadt alles, und potenzielle Partner gingen leer aus.

„Unser Beschlussvorschlag für den Kreistag in der kommenden Woche ist offen formuliert, wir legen uns nicht in dieser Art fest“, so Pickert. Nach den jüngsten Entwicklungen sei aber nicht auszuschließen, dass es Änderungsanträge geben werde.

So war es auch in Neuruppin. Die dort verabschiedete Formulierung geht auf einen Antrag der Grünen zurück. Es bestehe Gewissheit, dass Neuruppin auch das Potenzial einer Identifikation für die Einwohner eines Groß- kreises habe.

Liberaler hatten sich die FDP, die Freien Wähler und die Bauernfraktion geäußert. Zwar wollen auch sie nicht am Status Neuruppins als Kreisstadt rütteln, aber das bedeute nicht, dass die Stadt Perleberg ihre Kreisverwaltung verlieren müsste. Allerdings fand diese moderatere Formulierung keine Aufnahme in den dann gefassten Beschluss.