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05.06.2014 | Der Prignitzer 5.6.2014 / Manfred Drössler
Lea Schulz aus Karstädt ist Brandenburgs Jugend-Ehrenamtlerin des Monats Juni / Persönliches Ziel ist Studium der Sozialarbeit
Die Überraschung war gelungen: Unter dem Vorwand, noch einige Dinge für die Veröffentlichung eines Beitrags im Amtsblatt abzusprechen, lockten gestern Karstädts Jugendpflegerinnen Lea Schulz in die Gemeindeverwaltung. Hier überreichte ihr Gordon Hoffmann, Prignitzer Landtagsabgeordneter der CDU und Mitglied des Bildungsausschusses,
eine „Urkunde für außergewöhnliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit”. „Jeden Monat würdigen wir im Land Brandenburg das besondere ehrenamtliche Engagement eines Jugendlichen. Für Lea ist diese Auszeichnung Anerkennung für das, was sie bereits jahrelang mit
Freude und Begeisterung geleistet hat“, unterstrich Hoffmann. „Wir wollen Dankeschön sagen für so viel Engagement und Herzblut, mit denen du
viele Projekte und Aktionen der Kinder- und Jugendarbeit unterstützt hast”, betonte auch Melanie Bell vom Landesjugendring Brandenburg. Jörg Hinrichs, seit vier Monaten neuer Geschäftsführer des Vereins Jugendhilfe Nordwestbrandenburg JNWB, schloss sich wie Sven Steinbeck,
stellvertretender Bürgermeister von Karstädt, den Glückwünschen an. Lea wurde zudem die Ehre zuteil, sich ins Ehrenbuch der Gemeinde einzutragen.
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27.05.2014 | Der Prignitzer 27.5.2014 / Barbara Haak
Sozialdemokraten bleiben im Wittenberger Stadtparlament die stärkste Fraktion und gewinnen einen Sitz dazu
WITTENBERGE Die Sozialdemokraten werden in der neuen
Stadtverordnetenversammlung neun von 28 Plätzen besetzen. Sie haben im Vergleich zum Votum 2008 um vier Prozent zugelegt, kommen auf 30,9 Prozent, erringen damit einen Sitz mehr,bauen ihre Position als stärkste Fraktion aus. Mit Karsten Korup haben sie außerdem jenen Mann in ihren
Reihen, der die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Korup holte 1552 Wählerstimmen. Korup sagt dazu: „Es schlagen zwei Herzen in meiner
Brust. Freude überwiegt, dass viele Wittenberger der Meinung sind, ich bringe mich ein, für die Genossenschaft und für die Stadt. Aber ich spüre
auch ganz viel Respekt vor der Verantwortung, die die Wähler mir damit auferlegen.“ Die zweitstärkste Fraktion im Stadtparlament stellt künftig
die CDU. Die Christdemokraten machen einen riesigen Sprung nach vorn. Sie legen um fast neun Prozent zu. Statt wie bisher mit fünf werden sie
mit sieben Abgeordneten vertreten sein. Gordon Hoffmann erzielt mit 1447 Wählerstimmen das drittbeste Einzelergebnis insgesamt. Gegenüber
dem „Prignitzer“ kommentierte Hoffmann, „man freut sich natürlich über so einen Stimmenanteil“. „Aber es hat nicht einer gewonnen, sondern wir alle gemeinsam als Mannschaft.“ Den enormen Zugewinn führt Hoffmann
darauf zurück, „dass wir in den letzten fünf Jahren den Wittenbergern durch unsere konstruktive, sachliche Politik aufgefallen sind“. Da sei es nicht um persönliche Profilierung gegangen, sondern um Interessen der Stadt.
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27.05.2014 | MAZ - Prignitz Kurier 27.5.2014 / Beate Vogel
Der Kreistag Prignitz hat nach der Wahl mit der Alternative für Deutschland (AfD) auch ein ganz neues Mitglied
Perleberg – Klarer Gewinner nach der Wahl für den Prignitzer Kreistag
ist die CDU: Sie konnte gegenüber dem Wahlergebnis von 2008 stolze 3,8 Prozent zulegen und hat nun zwei Sitze mehr. Auch die SPD legte um 2,9 Prozent und einen Sitz zu. Verlierer sind dagegen die Freien Wähler „Pro Prignitz“: Sie mussten einen Rückgang von 2,5 Prozent hinnehmen
und haben jetzt nur noch drei statt bisher vier Sitze im Kreisparlament.
Thomas Domres hat die höchste Zahl an Stimmen erreicht: 3225 Wähler machten Kreuzchen bei dem Linken-Abgeordneten der seit Jahren im Kreistag sitzt. Beim CDU-Kreisverband in Perleberg stand das Telefon gestern Vormittag kaum still, berichtete der Abgeordnete Gordon Hoffmann:
„Wir freuen uns natürlich.“ Das CDU-Team sehe das gute Ergebnis als Mannschaftsleistung: „Wir haben tolle Kandidaten aufgestellt und offenbar mit unseren Inhalten überzeugt.“ Andreas Giske, der mit 2058 Stimmen gemeinsam mit Dagmar Ziegler (SPD) das zweithöchste Ergebnis
eingefahren hat, freue sich ebenfalls über den Wahlausgang, so
Hoffmann. Wegen Giskes Landratskandidatur habe dessen Bekanntheitsgrad sicher nicht gelitten, so Hoffmann. „Gerade in Wittenberge
kennen ihn die Leute und wissen, dass er in den vergangenen fünf Jahren gute Arbeit geleistet hat.“ Das haben viele wohl bei ihrer Wahlentscheidung berücksichtigt, sodass es zu diesem starken Mandat gekommen sei.
Dass die Wahl für den Kreistag auch eine Personenwahl ist, meint Falko Krassowski von den Freien Wählern „Pro Prignitz“, die einen Sitz im Kreisparlament verloren haben. „Wir haben im Wahlkreis II, wo sich die Freien Wähler neu strukturiert haben, leider keinen Kandidaten auf unserer Liste aus der Stadt Pritzwalk gehabt. Das hat wohl auch Auswirkungen
auf das Wahlergebnis gehabt.“ Wenn 6600 Wähler fehlen, dann merke man das. „Von daher können wir eigentlich stolz sein auf das Ergebnis“, sagt Krassowski. Einen Sitz weniger hat jetzt die Fraktion der FDP, die 1,9 Prozent
der Wählerstimmen verloren hat. Die beiden Abgeordneten von Grüne/B90 dagegen können sich freuen: Sie konnten ihre Sitze dank des Zugewinns von 2 Prozent verdoppeln. Ganz neu im Kreistag ist Thomas Schlaffke, Abgeordneter der Alternative für Deutschland. Er schaffte es auf Anhieb
mit immerhin 841 Stimmen in das Gremium.
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27.05.2014 | MAZ - Prignitz Kurier 27.5.2014 / Andreas König
In der Wittenberger Stadtverordnetenversammlung verteidigt die UBG ihre Sitze. FDP büßt ein Mandat ein. Grüne im Parlament
Wittenberge – Die CDU ist vom Stimmenzuwachs die Siegerin der
Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in Wittenberge. Zwei Sitze gewannen die Christdemokraten hinzu und sind mit nunmehr
sieben Mandaten in der neuen Wittenberger Stadtverordnetenversammlung
vertreten. Stärkste Fraktion bleibt die SPD, die ihrer ohnehin hohen Präsenz
im Stadtparlament einen weiteren Sitz hinzufügen konnte. Nunmehr
hat sie neun Sitze. Verloren hat hingegen die Linke. Die Fraktion verfügt
aktuell über einen Sitz weniger als in der abgelaufenen Wahlperiode.
Sechs Abgeordnete vertreten die Linke im Stadtparlament. Ebenfalls Federn lassen musste die FDP-Fraktion. Sie verlor einen Sitz und verfügt nun
noch über zwei Mandatsträger. Prozentual verbessern konnte auch die Unabhängige Bürgergemeinschaft Wittenberge (UBG) ihr Ergebnis. Doch reicht der Zugewinn von 1,5 Prozentpunkten nicht für einen zusätzlichen Sitz
aus. Es bleibt bei drei UBG-Vertretern in der Wittenberger Stadtverordnetenversammlung. Nach fünf Jahren Pause wieder dabei sind
Bündnis 90/Die Grünen. „Wir wollen die Arbeit im Interesse der Stadt fortsetzen“, sagte Gordon Hoffmann (CDU). Von den Stimmen, die auf seine Partei entfielen, holte er zwar die meisten, meldete aber keinen Anspruch
auf den Fraktionsvorsitz an. „Ich denke, ich habe genügend politische Ämter“, sagte der Land- und Kreistagsabgeordnete. Hans-Joachim Lüttschwager sei der geeignete Mann. Freude über das Wahlergebnis herrschte bei der SPD. „Das ist eine Bestätigung unserer erfolgreichen Politik der vergangenen fünf Jahre“ sagte Fraktionsvorsitzender Marcel Elverich. Rein rechnerisch hat Karsten Korup die meisten Stimmen der SPD-Wähler auf
sich vereinen können. „Ich möchte aber gern weiter als Fraktionsvorsitzender
arbeiten und werde auch kandidieren“, sagte Marcel Elverich. Es sei ein Erfolg, dass die neue Wittenberger Stadtverordnetenversammlung
ausschließlich mit Vertretern demokratischer Parteien besetzt ist.
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26.05.2014 | Der Prignitzer 26.5.2014 / Hanno Taufenbach
Stimmengewinn bringt mehr Mandate / SPD, Grüne und Bauernpartei legen zu / Linke, FDP und Freie Wähler verlieren
PRIGNITZ Kurz vor Ende der Auszählung scheinen die Sieger der Kreistagswahl fest zu stehen: CDU und SPD lagen gestern Abend bei Redaktionsschluss gegen 21.30 Uhr vorne. Beide Parteien konnten
ihre Stimmenanteile ausbauen, die Linkspartei verliert knapp und muss um ihre Position als drittstärkste Kraft wohl bis zum Ende des Auszählens warten. Grund dafür ist der starke Kreisbauernverband. Er kommt zu diesem Zeitpunkt auf 14,9 Prozent. Auch die Grünen legen zu, während die Wählergemeinschaft Pro Prignitz leicht verliert, genau wie die FDP. Die erstmals im Kreis angetretene AfD erobert keinen Sitz, war aber zeitweilig am frühen Abend im Kreistag vertreten. Bereits zum jetzigen Stand des Auszählens steht fest, dass der neue Kreistag viele bekannte Gesichter haben wird. Für die CDU holt Andreas Giske das wohl stärkste Ergebnis mit 1716 Stimmen. Noch vor zwei Wochen unterlag er in der Landratswahl
gegen Torsten Uhe, jetzt kann er sich parteiintern als Wahlsieger fühlen. Landrat Hans Lange holt 1564 Stimmen. Ob er das Mandat antreten
darf, ist auf Grund einer unklaren Rechtslage offen. Die CDU würde zwölf
Sitze erringen, zwei mehr als bisher.
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21.05.2014 | MAZ - Prignitz-Kurier 20.5.2014 / Andreas König
Voraussetzung ist die Landesplanung, sagt Staatssekretärin Katherina Reiche beim Besuch in Karstädt
Karstädt – Es sah auf den ersten Blick aus wie eine Blauhelm-Mission. Kommunal- und Landespolitiker aus der Prignitz umstanden gestern die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Katherina Reiche, um ihr von Erfolgen, aber auch von Sorgen und Nöten beim Bau der A14 zu berichten. Aus Sicherheitsgründen trugen alle blaue Bauhelme. Das einzige brandenburgische Stück der geplanten Autobahn, an dem nennenswerter Fortschritt zu beobachten ist, liegt zwischen Karstädt und Groß Warnow. Kräne ragen in den Himmel, Planierraupen bahnen sich ihren Weg – so könnte es weitergehen. Doch bis auf dieses Stück tut sich derzeit recht wenig. Warum? Auf diese Frage gibt es unterschiedliche Antworten. Anlass genug für den CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann, die für das Gesamtvorhaben zuständige Staatssekretärin an Ort und Stelle zu einer Aussage zu bewegen. „Die Bundesregierung steht zu ihrem Wort“, sagte Katherina Reiche. „Die Mittel für den Bau der A14 stehen bereit. Allerdings können die Jahresscheiben erst freigegeben werden, wenn Planungssicherheit herrscht.“ Das ist aber für den Abschnitt bei Wittenberge noch nicht erreicht worden. „Für das Teilstück Wittenberge– Karstädt werden derzeit nochmals alle naturschutzrechtlichen Belange geprüft“, erfuhr der Gast aus Berlin von Holger Behrmann, Abteilungsleiter bei der bundeseigenen Planungsgesellschaft Deges. „Vielleicht müsste das Landesministerium sein Personal aufstocken, wenn die Arbeiten so kompliziert sind“ bemerkte die Staatssekretärin. „Ich höre, dass in Sachsen-Anhalt inzwischen ebenfalls mehr Mitarbeiter mit der Planung befasst sind.“ Tatsächlich hat die Landesregierung in Magdeburg die Planungskapazität erhöht, seit die Pläne für einen Teilabschnitt der A14 vom Bundesverwaltungsgericht abgelehnt worden waren.
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16.05.2014 | MAZ 15.5.2014 / Andreas König
Die Bundeskanzlerin spricht vor 1000 Zuhörern auf einer CDU-Kundgebung in Wittenberge
Wittenberge – Wie diszipliniert Diego, der Sprengstoffsuchhund der Polizei ist, erkennt man daran, dass ihn die Duftschwaden vom einzigen Bratwurststand völlig kalt lassen. Es sind noch Stunden bis zum Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Wittenberge (Prignitz), die Polizei baut die „Sicherheitsbereiche I und II“ auf. Stahlgitter werden später geladene von spontan erschienenen Gästen trennen, und bis nach vorn zur Kanzlerin darf sowieso so gut wie niemand. Die Fleischverkäuferin vom Imbiss ein paar Straßen weiter würde allerdings nicht mal hingehen, wenn sie Zeit hätte, sagt sie. „Ob die nun kommt oder in China fällt ein Sack Reis um, ist dasselbe. Ändert sich doch sowieso nichts“, brummt sie und verschwindet in der Küche. Die Familie von Kiedrowski hingegen ist mit dem Tag jetzt schon zufrieden. Sie betreiben den Kiosk im Kreiskrankenhaus Prignitz, Siegfried von Kiedrowski ist in der CDU, seine Frau Karina war es einmal. Das Wichtigste jedoch: Sie haben die Erlaubnis zum Bratwurst- und Getränkeverkauf. Karina von Kiedrowski darf die Getränke servieren, wenn die Kanzlerin kommt. Und ganz allmählich füllt sich am Nachmittag auch der Platz vor dem Kultur- und Festspielhaus. Die Mitglieder der Prignitzer CDU werden mit „Ordner“- Binden ausgestattet. Kreisgeschäftsführer Siegmar Kelm verteilt Plakate „Gemeinsam erfolgreich in Europa“. Über 600 Stück hat ihm die Bundes-CDU in die Kreisgeschäftsstelle geschickt. "Die will doch keiner“, sagt er, trägt den schweren Stapel aber dennoch in die Zone für geladene Gäste. Besser gehen die orangefarbenen Strohhüte, die durchaus datschentauglich scheinen. Auch mit Kaffeepulver und Wundpflaster punkten die Wahlkämpfer.
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15.05.2014 | Der Prignitzer 15.5.2014 / Barbara Haak und Hanno Taufenbach
Hunderte Prignitzer kommen zum Wahlkampfauftritt der Kanzlerin / Auch Wittenberge profitiert von EU-Geld
WITTENBERGE Es war Europawahlkampf pur, den Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern in Wittenberge betrieb, aber zugleich war es ein persönliches Bekenntnis zu Wittenberge und zur Prignitz. Sie plauderte über ihre Kindheit in Quitzow, verriet, dass ihre Eltern sie im Alter von sechs Wochen in der Tragetasche von Hamburg in die Prignitz brachten. Ihr Besuch im vergangenen Juni während des Hochwassers sei ihr präsent. „Für Wittenberge ist es noch einmal glimpflich ausgegangen“, sagte sie zum Auftakt ihrer Rede. Sie ging auf die neue Elbpromenade ein, die zugleich dem Hochwasserschutz dient. Und als Merkel während ihrer Rede über wirtschaftliche Entwicklung, über die Schaffung von Arbeitsplätzen sprach, nannte sie die Ölmühle in Wittenberge als ein gutes Beispiel: „Der Staat kann helfen, aber nicht auf Dauer. Es braucht Menschen, die anpacken, die eine Firma gründen.“ Bürgermeister Dr. Oliver Hermann (parteilos) verfolgte ihren Auftritt in der ersten Reihe. „Ihr Besuch heute ist etwas Besonderes für die Stadt. Das ist gar keine Frage“, sagte er. Es habe ihn gefreut, dass sie auf die Elbeflut einging, dass sie in ihrer Rede immer wieder auf Wittenberge zurückkam. Die Entwicklung der Stadt sei untrennbar mit Europa verbunden, so Hermann. „Ohne die europäischen Fördermittel wären viele Investitionen nicht möglich gewesen“, sagte Hermann. „Sehr zufrieden“ mit der Veranstaltung war Gordon Hoffmann. Der CDU-Kreisvorsitzende hatte Merkel nach Wittenberge eingeladen. Es war ihr einziger Auftritt zur Europawahl in Brandenburg. "Der Platz war voll. Es ist nicht so leicht, die Bürger für Politik zu begeistern, insbesondere für Europa“, sagte er. Wie schon Dr. Hermann habe auch er sich gefreut, dass Merkel mehrfach auf die Stadteinging. Hochzufrieden, wie er sagte, erlebte Dr. Ulrich Gutke den Auftritt der Kanzlerin. Der Rambower, der als CDU-Mitglied dem Kreistag vorsteht, ist überzeugt: „Sie hat hier heute mit ihren klugen Argumenten überzeugt.“
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15.05.2014 | MAZ - Prignitz-Kurier 15.5.2014 / Andreas König
Angela Merkel warb in Wittenberge für unternehmerische Initiative, Schuldenabbau und die CDU
Wittenberge – 150 Polizeibeamten bestimmten gestern in Wittenberge, wo es lang geht: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kam, um bei einem etwa einstündigen Auftritt für ein möglichst gutes Abschneiden ihrer Partei bei der Europawahl zu werben. Dabei hat die Bundeskanzlerin mit der eigentlichen Europawahl nur bedingt etwas zu tun, auch wenn sie nach wie vor als mächtigste Politikerin Europas, ja vielleicht der ganzen Welt gilt. Während sich der Paul-Lincke- Platz vorm Kultur- und Festspielhaus nach und nach in eine Sicherheitszone verwandelt, verteilt Christian Ehler als CDU-Europakandidat für das Land Brandenburg Zollstöcke, Parkscheiben und Mikrofasertücher für Smartphones. Er hat seinen Stand abseits der Showbühne aufgebaut. Ist es nicht ein wenig deprimierend, Wahlkampf im Schatten der Kanzlerin zu machen? „Nein“, sagt der große, dunkelgelockte Politiker, „die Kanzlerin ist natürlich die Attraktion. Aber wenn es in Wittenberge etwa um den Hafen oder die Autobahn geht, dann kommen die Leute doch wieder zu mir.“ Zunächst einmal kommen die Leute jedoch weiterhin zum geplanten Auftrittsort der Kanzlerin. Ein junger Mann mit einer Strickmütze in den Farben Jamaikas will protestieren. „Diese kriegsgeile Politik von der Merkel ist nicht zum Aushalten“, sagt er. Seine kleinen Kinder zuppeln am Hosenbein des Mannes, sodass er mit gespielter Wut schimpft und die Kanzlerin fürs Erste vergisst. Unterdessen füllen sich die Bänke außerhalb der Sicherheitszone II, in die eigentlich nur geladene Gäste dürfen. Zwei Reporter von der „GAG-Times“, der Schülerzeitung des Perleberger Gottfried- Arnold-Gymnasiums, versuchen, sich akkreditieren zu lassen. CDU-Mann Werner Sonne aus Pritzwalk sagt: „Wir freuen uns, dass Angela Merkel in die Prignitz kommt.“ Eingefädelt hat den Kanzlerinnenbesuch der Wittenberger Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann. „Es gibt nur einen Wahlkampfauftritt in Brandenburg. Ich habe dem Landesvorstand vorgeschlagen, nicht nur die großen Städte wie Potsdam oder Cottbus zu nehmen, sondern in die Prignitz zu kommen“, sagt er. Als dann die Kanzlerin eintrifft, darf er zwar nicht mit auf die Bühne, sondern muss im S-1-Bereich auf einer Bank sitzenbleiben, aber er hatte zuvor seinen Auftritt gemeinsam mit dem parteilosen Bürgermeister Oliver Hermann. Der unterstreicht, wie wichtig unternehmerische Ansiedlungen in Wittenberge und der Prignitz sind.
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15.05.2014 | MAZ - Prignitz Kurier 14.5.2014 / Andreas König
Landkreis Prignitz verzichtete für die Landesbehörde auf die Kaltmiete
Perleberg/Neuruppin – Wenn es um Zusammenlegungen oder Umzüge von Behörden geht, ist schnell die Rede von „Synergieeffekten“, die damit erzielt werden könnten. Will heißen, es sei viel sparsamer, effektiver, sinnvoller und überhaupt besser, wenn etwa eine Landesbehörde an zentraler Stelle residiert. Das scheint auf den ersten Blick auch für das staatliche Schulamt Perleberg zu gelten. Es soll nach Neuruppin umziehen, wobei die Zuständigkeit für die Landkreise Prignitz, Ostprignitz- Ruppin und Oberhavel erhalten bleibt. Doch was kostet das alles? Und ist es nach dem Umzug wirklich günstiger als vorher? Das trieb den CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann aus Wittenberge um. Er formulierte eine kleine Anfrage an die Landesregierung. Trifft es zu, so wollte er wissen, dass für den Betrieb des Schulamtes nach dem Umzug mehr zu zahlen ist als vorher? Das staatliche Schulamt Perleberg ist nach der ersten Schulamtsreform 2002 gebildet worden. Damals wurden aus den 18 Schulämtern der Altkreise die sechs staatlichen Schulämter geformt. Die Entscheidung pro Perleberg sei auch aus politischen Gründen erfolgt, sagt der Leiter des Geschäftsbereichs Recht und Finanzen beim Landkreis Prignitz, Sven Dahnke. Noch heute erzählt man sich, ohne den Einsatz von Dagmar Ziegler (SPD), damals Landtagsabgeordnete und Finanzministerin, wäre Perleberg schon vor Jahren sein Schulamt losgeworden. Dieses Entgegenkommen ließ sich der Kreis einiges kosten. Er verzichtete für die vom staatlichen Schulamt genutzten Räume auf die Kaltmiete. Wie hoch die Ersparnis ist, lässt sich schwer nachvollziehen, doch selbst wenn man einen sehr moderaten Mietzins von vier Euro pro Quadratmeter annimmt, wäre bei einer genutzten Fläche von 1700 Quadratmetern pro Jahr eine Kaltmiete von 81 600 Euro zu zahlen gewesen. „Der Kreis wollte unterstützen, dass eine Landesbehörde in Perleberg ihren Sitz hat“, erklärt Sven Dahnke, der damals noch nicht der Kreisverwaltung angehörte. Für Betriebskosten, Investitionen und Reparaturen in den Räumen des Schulamtes wurde das Land zur Kasse gebeten. Im ersten Jahr des Mietverhältnisses, das am 1. Januar 2002 begann, waren es rund 40 000 Euro. Seit Bekanntwerden der Schließungs- und Umzugspläne nahm der Kreis allerdings Abstand von seiner kulanten Haltung. „Wenn klar ist, dass sich das Land mit dem staatlichen Schulamt zurückzieht, hat der Landkreis natürlich keine Veranlassung mehr, Entgegenkommen bei der Kaltmiete zu zeigen“, sagt Sven Dahnke. Doch das ist eine Sanktion, die nahezu ins Leere geht. Denn bis zum geplanten Auszug des staatlichen Schulamtes im September dieses Jahres ist der Kaltmietverzicht vertraglich geregelt und danach verschwindet mit der Behörde auch die Verhandlungsmasse. Immerhin bleiben zwei Schulpsychologen und ein diagnostisches Team in Perleberg. Deren Sitz ist derzeit das Verwaltungsgebäude in der Bäckerstraße. „Dafür muss nun Kaltmiete gezahlt werden“, sagt der Kämmerer.
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