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15.09.2014, 12:43 Uhr | Der Prignitzer 15.9.2014 / Hanno Taufenbach, Barbara Haak
Sieger des Abends heißt Rupprecht
SPD-Mann holt das Direktmandat / Linke verlieren stark und AfD trumpft auf / Prignitzer FDP bedeutungslos
PRIGNITZ Kein Kopf an Kopf Rennen. Von den Direktkandidaten für den Landtag kann sich Holger Rupprecht klar durchsetzen und seinen Sieg
von 2009 wiederholen. Am Ende des Abends bekommt er 34,97 Prozent, in einigen Wahlbezirken noch mehr. Sichtlich gerührt nimmt er die Glückwünsche seiner Genossen entgegen und sagt: „Es gibt eine Menge zu tun, und mit diesem Ergebnis im Rücken, habe ich richtig Lust auf die Arbeit im Landtag.“ Zur Hauptaufgabe erklärt er die A 14: Hier müsse es Fortschritte geben. „Die Autobahn bringt uns eine wirtschaftliche Entwicklung, leistet einen Beitrag, damit weniger Leute die Region verlassen.“ Der Prignitzer SPD-Chef Harald Pohle spricht von einem
guten Jahr. Für die SPD sei es nach den Landrats-, Europa- und Kommunalwahlen der vierte Erfolg , „und wir liegen in der Prignitz erneut
über dem Landesdurchschnitt“, so Pohle. Heiter-gelöst die Stimmung
bei den Prignitzer Christdemokraten und ihrem Chef Gordon Hoffmann. Die CDU hat die Linkspartei im Land auf den dritten Platz verwiesen, rangiert im Wahlkreis I in der Prignitz ebenfalls auf dem zweiten Platz. „Damit wird es für die SPD sehr schwer, an der rot-roten Landesregierung festzuhalten“, ist sich der Landtagsabgeordnete sicher. Aus seiner Sicht hat die jetzige Regierung in Fragen der „Bildung und der Infrastrukturentwicklung
komplett versagt“. Mit Spannung verfolgen Hoffmann und die anderen
CDU-Mitglieder, die sich zu einer kleinen Wahlparty im Wittenberger Café Ma zusammen gefunden haben, die Auszählung für die Direktmandate. Mit dem direkten Einzug in den Landtag klappt es für Hoffmann nicht. „Schade“, sagt er leise. Am Ende des Abends erreicht er gut 27,27 Prozentpunkte.
23,36 Prozent und damit Platz drei unter den sieben Bewerbern , verbucht der Direktkandidat der Linken, Thomas Domres. Seine Partei war gestern Abend alles andere als in Feierlaune. Domres sagt: „Wir haben ein bitteres Ergebnis erreicht. Ich bin über das Landes-, aber auch über das Prignitzergebnis enttäuscht.“ Eine vorschnelle Antwort auf die Frage, wo er die Gründe sieht, will er nicht geben, reißt aber Problemkreise an: „Vielleicht haben wir zu wenig verdeutlicht, wie groß unser Anteil an der Entwicklung
des Landes ist.“ Denn Fakt sei: „Wir stehen als Land gut da.“ Verlierer sind aus Sicht von Domres alle in Bezug auf die Wahlbeteiligung. „Sie ist
einfach eine Katastrophe.“ Achtungserfolge erzielen die Politikneulinge Thomas Schlaffke (AfD) mit acht Prozent und Frank Heinke (B90/Grüne) mit 3,59 Prozent. „Schade, dass unser Kreisergebnis unter dem Landesschnitt liegt, aber über mein Ergebnis freue ich mich sehr“, sagt Schlaffke. Er
sei überzeugt, dass seine Partei für die Prignitz etwas erreichen könne. „Ich habe gute Kontakte zu unseren Abgeordneten, gemeinsam können wir etwas tun.“ Kosmetischer Natur sind die Ergebnisse für FDP-Kreischef Andreas Schulz, der 1,39 Prozent erhält, sowie für Jörg Arnold von den freien Wählern: 1,42 Prozent.
Barbara Haak
Hanno Taufenbach