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16.10.2014, 11:54 Uhr | MAZ - Prignitz-Kurier 16.10.2014 / Michael Beeskow
Eine Frau fordert Fischer heraus
Annett Jura gibt Bürgermeisterkandidatur bekannt. Fünf Parteien unterstützen sie.
Perleberg – Vermutet wurde es schon seit geraumer Zeit, dass Annett
Jura für eine Bürgermeisterkandidatur in der Rolandstadt zur Verfügung steht. Überraschend war bei der gestrigen Vorstellung allerdings, wie geschlossen die in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien hinter der Herausforderin von Amtsinhaber Fred Fischer stehen. Einzig die
Linke hat sich bislang noch nicht positioniert. Die parteilose Perlebergerin
ist der gemeinsame Wahlvorschlag von CDU, SPD, Kreisbauernverband,
Bündnis 90/Die Grünen sowie von FDP. Derart einhelligen Zuspruch fand in Perleberg noch kein Bürgermeisterkandidat beziehungsweise keine Kandidatin. Der starke Wunsch nach einem Neuanfang in der Perleberger
Stadtpolitik war gestern von allen Seiten zu vernehmen. Malte Hübner-
Berger, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsverbands, verwies auf die Kommunalwahl im Mai. Eine neue Stadtverordnetenversammlung sei gewählt worden; am 18. Januar 2015 könne nun auch ein neuer Bürgermeister folgen, um die Stadt in eine gute Zukunft führen zu können. „Das geht am besten gemeinsam“, sagte er. Das Vertrauen zwischen
Bürgermeister, Stadtverordneten, Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie den Bürgern sei wieder herzustellen. „Die Stadt ist gespalten, wohin man auch
schaut“, sagte Annett Jura. Beim Einkaufen höre sie das, im Landkreis
und auch im Land werde die Stadt so wahrgenommen. „Man hat nicht das Gefühl, dass Perleberg mit einer Stimme spricht.“ Dies zu ändern, ist für sie eine starke Motivation.
Das geschlossene Auftreten der Stadt sei Voraussetzung für ihre Entwicklung. Es gehe etwa um die Gewinnung von Fördermitteln im Land aber auch um den Erhalt der Kreisstadt. Gemeinsam mit Landrat Torsten Uhe (parteilos) wolle sie für Perleberg kämpfen. Der Landrat habe
gute Kontakte zur Landesregierung. Wie aus ihrer Vita hervorgeht, trifft dies aber auch auf sie selbst zu. Als Koordinatorin im Wachstumskern hat die Juristin an vorderster Front viele Schlüsselprojekte in Potsdam durchgesetzt.
In Sachen Wirtschaftsansiedlung kennt sie sich bestens aus. In der Perleberger Stadtverwaltung möchte sie den Mitarbeitern, wenn sie denn gewählt würde, mehr Verantwortung übertragen. Das Stadtoberhaupt dürfe nicht alles selbst entscheiden wollen. Rainer Pickert, CDU-Fraktionsvorsitzender, äußerte: „Wir sind froh über die Kandidatin, die am
besten unseren Vorstellungen entspricht.“ Lothar Pawlowski, Vorsitzender
des Kreisbauernverbandes, bezeichnete Annett Jura als „freundliche, intelligente, sehr rührige Frau“, die sich auch für ländliche Regionen zuständig fühle. SPD-Fraktionsvorsitzender Hartmut Schneider sieht in ihr die „Garantie für einen Neuanfang in Perleberg“. Stefan Kunzemann
(Bündnis 90/Grüne) sagte: „Ich habe nicht die geringste Zweifel an der Eignung als Bürgermeisterin.“ Die Kultur der Kommunikation müsse wiederhergestellt werden. „Wir brauchen wieder ein gutes Benehmen.“