CDU - Kreisverband Prignitz
Besuchen Sie uns auf http://www.cdu-prignitz.de

DRUCK STARTEN


Pressearchiv
15.10.2015, 13:21 Uhr | MAZ - Prignitz-Kurier 15.10.2014 / Andreas König
Heftige Kritik an der Reform aus allen Richtungen
Perleberg. Aus Sicht vieler politischer Strömungen sollte das Land ganz auf die Kreisgebietsreform verzichten. In Perleberg hat sich wegen der Debatte um die Aufteilung der Landkreise ein Ortsverband der Freien Wähler gegründet.
Dessen Vorsitzender Rainer Harms hatte vor Beginn der Leitbildkonferenz
Listen mit 2500 Unterschriften an die Bürgermeisterin Annett Jura übergeben, in denen die Reform abgelehnt wird. Gleichzeitig soll Perleberg Kreisstadt
bleiben. Während die rund 60 Freien Wähler mit ihrer Veranstaltung vor der Rolandhalle nicht auf die erhoffte Resonanz stießen, konnten sie immerhin die Bürgermeisterin dazu bewegen, die Listen dem Innenminister Schröter zu
überreichen. „Die 150 Millionen, die die Reform kostet, sollte man lieber den Kommunen geben, damit die Leute in der Region bleiben“, sagte Rainer Harms. Dass noch keine Reform irgendetwas gebracht, geschweige denn
Geld gespart hätte, meinte der Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann (CDU). „Egal, mit wem wir fusionieren, davon werden die Kreisstraßen nicht einen Kilometer kürzer“, sagte er. Die letzte Reform der Landesregierung – die Fusion der Schulämter – habe dazu geführt, dass „gar nichts mehr funktioniert.
Schulleiter fahren persönlich nach Neuruppin, weil sie im Schulamt niemanden ans Telefon kriegen“, sagte Hoffmann. Eine bürgernahe Verwaltung lasse sich
nicht sicherstellen, wenn die Verwaltung „100 Kilometer weg ist“. Der Ex-Landrat Hans Lange verwies darauf, dass die Einwohnerdichte im jetzigen Landkreis Prignitz 36 Einwohner je Quadratkilometer betrage. „In einem neuen
Großkreis liegt sie bei 35 Einwohner pro Quadratkilometer.“ akö