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18.02.2016, 10:01 Uhr | MAZ - Prignitz 18.2.2016 / Andreas König
Schulen brauchen Puffer
Schulausschuss beriet über Unterricht für Flüchtlingskinder
Pritzwalk. 260 Flüchtlingskinder werden derzeit an Prignitzer Schule unterrichtet. Diese Zahl nannte Schulrat Harald Schmidt vom staatlichen Schulamt Neuruppin den Mitgliedern des Prignitzer Schulausschusses. Das Gremium tagte am Dienstag in der Pritzwalker Rochowschule. „Zwar bewältigen die Schulen den Unterricht der schulpflichtigen Flüchtlinge ganz gut, aber die Klassen sind zu groß“, sagte Ausschussvorsitzender Gordon Hoffmann (CDU) der MAZ. Bei der Klassenbildung seien so viele Schüler wie möglich in die Klassen gesteckt worden. „Jetzt, wo Flüchtlingskinder unterrichtet werden müssen, gibt es kaum Reserven“, sagte Gordon Hoffmann. Die Ausschussmitglieder forderten, dass bei der Klassenbildung für das nächste Schuljahr ein gewisser Puffer eingeplant wird.
„In Klassen, mit 28 Schülern, in die vielleicht noch zwei Kinder kommen, die gar
kein Deutsch sprechen, ist es ziemlich schwierig, guten Unterricht abzusichern“,
sagte der Ausschussvorsitzende. Der Unterricht für die Neuankömmlinge werde
zum Teil schulübergreifend organisiert, erfuhren die Ausschussmitglieder. Im Übrigen berate der Landtag gerade den Nachtragshaushalt. „Darin sind 500 zusätzliche Lehrerstellen vorgesehen“, sagte der CDU-Politiker, der für seine Partei im Landtag sitzt. Das sei von der Dimension auf dem Papier zwar
ausreichend, doch sei der Lehrermarkt gerade wie leer gefegt. Wie viele der Lehrer für die Prignitz zur Verfügung stehen, sei noch ungewiss. „Geld und Stellen sind da, aber die Leute nicht“, sagte Gordon Hoffmann.