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12.05.2016, 13:52 Uhr | MAZ - Kyritzer Tageblatt 12.5.2016 / Sandra Bels
Kennenlernrunde in Demerthin
Die drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Gumtow beantworteten am Dienstagnachmittag Fragen der Bürger
Gumtow. Gelegenheit zum Kennenlernen der drei Kandidaten für die Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister in Gumtow gab es am Dienstagnachmittag im Demerthiner Gemeindesaal. Der Seniorenbeirat hatte zu dieser Gesprächsrunde eingeladen. 55 Einwohner der Gemeinde waren der
Einladung gefolgt. Sie hörten zunächst, wie sich die drei Kandidaten,
Bürgermeister Stefan Freimark (SPD) aus Kunow, Mario Ungewiß (CDU) aus Zarenthin und Einzelbewerber und Schrepkower Uwe Zimmermann, ihre Amtszeit vorstellen und welche Ziele sie sich stellen. Jeder hatte gut zehn
Minuten Zeit dafür. Ans Ende der Vorstellung hatte Moderator Wolfgang Hörmann die Frage gestellt: Warum sind Sie der beste Kandidat für das Amt? „Weil ich mich intensiv für mehr Bürgernähe einsetze“, sagte Uwe Zimmermann dazu. Die Antwort von Mario Ungewiß war: „Ich werde Worten Taten folgen lassen.“ Stefan Freimark sagte: „Ich werde meine langjährige Erfahrung weiter mit einbringen.“ 
Nach der Vorstellungsrunde konnten die Bürger den Kandidaten ihre Fragen stellen. Helmut Adamaschek, der auch Gemeindevertreter ist, wollte wissen, wie das Trio über die Abschaffung der Fachausschüsse in der Gemeindevertretung denkt. Sie hat derzeit nur den Hauptausschuss und den
Werksausschuss. Freimark sprach über gute Erfahrungen in der Vergangenheit mit der Ausschussarbeit, weil bestimmte Probleme im Vorfeld beraten und von verschiedenen Seiten betrachtet werden konnten. Das habe ein Meinungsbild aus verschiedenen Richtungen ergeben. Freimark plädiert dafür, in der nächsten Legislaturperiode wieder Ausschüsse zu bilden. Das möchte auch Uwe Zimmermann. Die jetzige sei keine schöne Lösung, sagte er. Da seien die Mehrheiten bereits vorprogrammiert. Auch für Mario Ungewiß
ist eine neue Ausschussbildung in der nächsten Legislaturperiode denkbar. Die aktuelle Situation erklärte der Vorsitzende der Mehrheitsfraktion in der Gemeindevertretung so: „Die Entscheidung war wichtig und richtig.“ Wichtige Aufgaben aus der Vergangenheit hätten erst einmal abgearbeitet werden müssen. Den Standpunkt der drei zu den noch nicht endgültig zu den Akten
gelegten Hähnchenmastplänen in Gumtow-Heinzhof wollte Kathrin Voigt, ebenfalls Gemeindevertreterin, wissen. Freimark sagte, dass die Gemeinde das Projekt nicht unterstützen werde, so lange es noch offene Fragen in der Sache gibt. Ungewiß ist nach wie vor dagegen, sieht die Gemeinde aber nicht mehr als Beteiligte in dem Verfahren, da sie bereits ihr Einvernehmen versagt hat und nun nicht mehr gefragt wird. „Wir können genug Fleisch ohne die Riesenanlagen produzieren“, so Zimmermann. Er sagte, dass die Gemeinde
künftig gut auf ausländische Investoren verzichten könne. Fragen gab es auch zur Zukunft der Gemeinde nach der Gebietsreform. Dabei waren sich Zimmermann und Freimark einig, dass die Gemeinde eigenständig bleiben
soll. Für Ungewiß ist „Kyritz der Hafen“. Werner Selle aus Demerthin interessierte die Zukunft der Feuerwehren in der Gemeinde. Die Kandidaten
waren sich dahingehend einig, dass die Wehren erhalten bleiben müssen, es dafür jedoch jede Menge Nachwuchsarbeit erfordere Und das nicht nur bei den Kindern, sondern verstärkt auch bei Erwachsenen. Thema war auch die Turnhalle Vehlow, deren geplante Innensanierung für Diskussionen sorgte. Alle drei halten die Halle für wichtig. „Sie gehört hier her“, so Zimmermann. Ungewiß sagte: „15 Jahre haben wir nur geredet. Ich bin froh darüber, was
wir in zwei Jahren geschafft haben.“ Gemeint waren die Außen- und ein Teil der Innensanierung, die bereits abgehakt sind. Auch für Freimark ist die Halle wichtig. Er ist optimistisch, dass die Gemeinde für die Innensanierung Fördermittel bekommen wird.