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16.06.2016, 10:03 Uhr | Der Prignitzer 16.6.2016 / Hanno Taufenbach
Schneller surfen durch das Internet: Kreis bekommt noch mehr Geld
PRIGNITZ Manche Prignitzer rauschen durchs Internet wie auf einer vierspurigen Autobahn, aber es gibt auch jene, die sich wie auf einer Schlaglochpiste vorkommen. Weiße Flecken oder lahmes Datennetz sind je nach Wohnort immer noch ein Problem. Jetzt will der Bund helfen, dieses zu beseitigen. In einem ersten Schritt erhielt die Prignitz 50 000 Euro. „Mit dem Bundesförderprogramm sollen unterversorgte Gebiete einen Netzzugang
von mindestens 50 Mbit pro Sekunde erhalten“, sagt Edelgard Schimko, zuständige Fachbereichsleiterin im Landkreis Prignitz. Zusammen mit ihrem Stellvertreter Andreas Ditten nahm sie den Förderbescheid von Verkehrsminister Alexander Dobrindt entgegen. Mit dem Geld könne der
Kreis ein Ausbauprojekt für schnelles Internet planen und Antragsunterlagen für eine Bundesförderung erstellen. In einem zweiten Schritt vergibt das Ministerium bis zu 15 Millionen Euro je Projekt, um die Umsetzung von
Ausbauprojekten zu fördern. „Ein Landesprojekt haben wir ja bereits abgeschlossen, Ortschaften mit bis zu 30 Mbit ausgerüstet“, sagt Schimko. Das müsse jetzt aufbereitet und mit den anderen Regionen abgeglichen
werden. Bis Ende des Jahres soll das geschehen sein. Die Übersicht mit dem aktuellen Stand wird Grundlage für die zweite Förderphase.
Geklärt werde müsse noch, ob es für Ortschaften, für die es bereits eine Förderung gab, nochmals Geld geben wird. Was das betrifft, ist Edelgard Schimko jedoch zuversichtlich, dass der Bund sich großzügig zeige. Minister Dobrindt verspricht zumindest, „allen Kommunen und Landkreisen ein Angebot zu machen, das Bundesprogramm zu nutzen, damit es bis 2018 auf der Landkarte keine weißen Flecken mehr gibt“. Der Fördersatz beträgt 50 bis 70 Prozent. Da das Bundesprogramm mit Förderprogrammen der Länder kombinierbar ist, kann der Förderanteil auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Damit müssten Kreis oder Kommunen im besten Fall nur noch zehn Prozent der Kosten tragen. Insgesamt stehen für die Breitbandförderung aus Bundesmitteln rund 2,7 Milliarden Euro bereit. Die Prignitzer Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler (SPD) und Sebastian Steineke (CDU) begrüßen das Programm und freuen sich, dass die Prignitz davon profitieren könne. Insgesamt wurden bis jetzt 428 Förderanträge von Kommunen und Landkreisen aus ganz Deutschland positiv beschieden. hata