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05.10.2010, 08:23 Uhr
Gäste von beiden Seiten der Elbe
Einheitstag Fest der CDU - Ortsverbände Lenzen und Gartow fand viel Zuspruch
Reges Treiben herrschte während des Festes zum Tag der Deutschen Einheit im Lenzener Sportboothafen.

Von Jens Wegner

LENZEN - Zum Tag der Deutschen Einheit hatten die CDU-Ortsverbände aus Lenzen und Gartow (Niedersachsen) am Sonntag alle Bürger von diesseits und jenseits der Elbe nach Lenzen eingeladen. Aufgrund des Elbhochwassers wurde als Veranstaltungsort der Sportboothafen gewählt, wo sich bei herrlichem Herbstwetter rund 300 Gäste einfanden. Bereits am Vormittag gab es einen Gottesdienst mit Bischof Markus Dröge in Lenzens Sankt-Katharinen-Kirche. Eine Pferdekutsche brachte die Gäste von der Kirche zum Veranstaltungsort.

Im Festzelt am Hafen präsentierte das Live-Sound-Orchester der Kreismusikschule Prignitz unter der Leitung von Heiko Leu einen bunten Musikmix mit Stücken von „Earth, Wind and Fire“ bis zu „Berliner Luft“ von Paul Lincke. Die Tanzschule Schier-Rösel aus Wittenberge zeigte ein flottes Showprogramm und die Jagdhorn-Bläsergruppe aus Gartow stieß kräftig ins Horn.

Als Redner trat unter anderem der CDU-Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann auf. Er bezeichnete die Wiedervereinigung Deutschlands als den erfolgreichen Abschluss einer beispiellosen Entwicklung nach einer gewaltfreien Revolution. Im Jahr der Wende selbst erst elf Jahre alt, erinnerte er sich an Zwänge in der ehemaligen DDR wie das Tragen von Pionierkleidung, das Meldungmachen im Unterricht, die Fahnenappelle und das verordnete Marschieren am 1. Mai. „Die vielen Bürger, die in der DDR ihren Weg gegangen sind, ohne sich schuldig zu machen, verdienen großen Respekt und Anerkennung“, sagte er. Auch erinnerte er an die DDR als Unrechtsstaat, an dessen Grenze mehr als 800 Menschen bei Fluchtversuchen ums Leben kamen, in dem die Stasi Bürger bespitzelte und über 200 000 Menschen aus politischen Gründen inhaftierte. Da Schüler heute große Wissenslücken zum Thema DDR hätten, solle der Tag der Deutschen Einheit auch ein Tag der Information und Aufklärung sein, so Hoffmann.

Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf sah die Entwicklung nach der Wende kritisch: „Ich mache mir Sorgen um das, was bei uns passiert. Es entstehen immer mehr Vorschriften, mit denen die Bürger gegängelt werden.“

Der ehemalige Samtgemeindebürgermeister Ulrich Flöter aus Gartow erinnerte sich: „Damals, als stellvertretender Landrat, hatte ich die Gelegenheit, bei vielen Vorbereitungen für Grenzöffnungen dabei zu sein. In Wittenberge wurden wir von Tausenden Menschen und mit Blasmusik am Hafen begrüßt. Bei der Grenzöffnung Kapern/Bömenzien rechneten wir mit 3000 Zuschauern. Es kamen 12 000. Vor 20 Jahren gab es auf der ganzen Welt kein Vorbild, wie man eine sozialistische Planwirtschaft in eine kapitalistische Marktwirtschaft umgestaltet – also wurden auch Fehler begangen. Insgesamt werte ich die Vereinigung aus heutiger Sicht jedoch als gelungen.“

Viele einheimische Firmen sorgten im Hafen für das leibliche Wohl der Gäste. Auf der anderen Seite des Deiches bot der Lenzener Unternehmer Sven Reinert ein Drachenfest für Kinder an. (Von Jens Wegner)

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