Archiv
19.09.2007, 00:00 Uhr
Mehr Druck aus ländlichen Regionen
Kreis-CDU sucht neue Bildungspolitik
Perleberg: Kaum ist Gordon Hoffmann zum Ortsvorsitzenden der Wittenberger CDU gewählt, da kommt schon die nächste Aufgabe auf den Elbestädter zu. Der CDU-Kreisvorstand beschloss in dieser Woche, eine Arbeitsgruppe „Bildung im ländlichen Raum“ ins Leben zu rufen. Der junge CDU-Mann ist beauftragt, die Arbeit in diesem neuen Team zu organisieren.

Als Vorsitzender der Jungen Union im Kreis und als Mitglied des CDU-Landesvorstandes hat Gordon Hoffmann viele Begegnungen. In den Begegnungen sei das Thema Bildung immer heiß diskutiert worden, berichtet er.
Alle Studien zur demografischen Entwicklung belegten, wie wichtig Bildung gerade für den ländlichen Raum ist. Die Arbeitsgruppe werde offen in die Diskussion gehen, versicherte Gordon Hoffmann. Es soll nach Möglichkeiten gesucht werden, wie auch in ländlichen Regionen ein breites Bildungsangebot erhalten werden kann. Dies soll nicht nur die Städte betreffen. Der AG-Leiter hält sich mit den Versprechen allerdings etwas zurück: „Ich will keine falschen Erwartungen wecken, etwa, dass die Oberschule in Glöwen nicht geschlossen wird.“ Bestehende Beschlüsse können nicht einfach vom Tisch gewischt werden.

Doch er meint, dass es falsch ist, den Erhalt von Schulen allein an den Schülerzahlen fest zu machen. Da müsse es noch andere Kriterien geben. Schüler dürften nur eine bestimmte Zeit unterwegs sein. Ist der Schulweg länger als eine Stunde, so eine Vorstellung, dann müsse es eben eine Ausnahmeregelung zum Erhalt einer Schule geben. So etwa müsse natürlich gesetzlich verankert werden. Dass Bildungsminister Holger Rupprecht einzügige Schulen rundweg ablehnt, könne nicht der Weisheit letzter Schluss sein, erklärt Gordon Hoffmann. Der Minister habe offenbar die Situation im ländlichen Raum noch nicht richtig verstanden.

Gordon Hoffmann warnt hier vor einem Missverständnis, unter ländlichen Raum verstehe die Landesregierung die ganze Region, also auch die drei großen Prignitzer Städte.Sicher wäre es ein Irrtum zu glauben, so Gordon Hoffmann, den Schulen in den Städten könne nichts mehr passieren. Er verweist auf einen Leitantrag der Jungen Union für den Landesparteitag am 3. November, Gymnasien auch mit 2 Standorten einzurichten.

Das Land muss nach den Worten des CDU-Politikers endlich begreifen, dass es mehr für Bildung ausgeben muss, selbst wenn ein Zwang zum Sparen besteht. Gordon Hoffmann, der ebenso wie Johannes Bulawa dem Landesvorstand angehört, kann sich vorstellen, dass auf dem Landesparteitag ein bildungspolitischer Antrag, der die Interessen der ländlichen Regionen berücksichtigt, zum Tragen kommt. Die CDU müsse in dieser Frage mehr Druck auf den Koalitionspartner SPD machen.

Gordon Hoffmann ist selbst gespannt zu welchen Ergebnissen die Arbeitsgruppe kommt. Er stellt sich vor, dass diese auch mit Nicht-CDU-Mitgliedern auf einem Forum debattiert werden. In die Diskussion sollten auch Bildungsexperten einbezogen werden, sagt der CDU-Nachwuchspolitiker.
CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Hermann Gröhe Angela Merkel bei Facebook Hermann Gröhe bei Facebook
© CDU - Kreisverband Prignitz  | Startseite | Impressum | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.20 sec. | 23542 Besucher