Archiv
12.03.2010, 16:03 Uhr
„Die Bahn muss die Einnahmen aus den Stationsgebühren auch in der Prignitz reinvestieren“
Qualitätsmängel bei Prignitzer Bahnhöfen
Anlässlich der Ergebnisse der vom VBB veröffentlichten Qualitätsanalyse zum Zustand der Fahrgastinformationen und des Services auf den Bahnhöfen in Brandenburg erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann:
 
„Alle Jahre wieder versorgt uns der VBB mit den konkreten Zahlen für einen Zustand, den die Bürger und Bahnkunden tagtäglich erdulden müssen: verfallene Bahnhofsgebäude, stillstehende Uhren, mangelnde Informationen und schlechter Fahrgastservice auf den Bahnhöfen im Land Brandenburg.

In der Prignitz wird von den Verkehrsexperten des VBB vor allem der Bahnhof in Pritzwalk bemängelt und folgerichtig mit der schlechtesten Note bewertet. Hier sind die Fahrgäste im Störungsfall vollkommen auf sich allein gestellt. Aber auch auf den Bahnhöfen in Neustadt, Wittstock und Neuruppin erfolgen die Fahrgastinformationen im Regelfall gar nicht oder nur unregelmäßig bzw. unvollständig durch Beschallung oder Zugzielanzeige.

Ich begrüße daher die angekündigte überfällige Modernisierung des Bahnhofes in Pritzwalk, weise aber darauf hin, dass auch die anderen Bahnhöfe der Region noch nicht auf den möglichen Stand der Technik gebracht sind. Dabei handelt es sich teilweise um so banale Dinge wie fehlende Uhren in Wittstock.

Ich fordere die Bahn auf, hier zeitnah ein konkretes Maßnahmenpaket vorzulegen. Es kann nicht sein, dass sich die Bahn in den Zentren der Großstädte repräsentative Glastempel errichtet, aber gleichzeitig nicht einmal die Funktionalität der Bahnhöfe im ländlichen Raum gewährleisten kann. Auch die Landesregierung steht hier in der Pflicht, darauf zu drängen, dass die weitgehend über öffentliche Mittel finanzierten Stationsgebühren von der Bahn auch wieder in Brandenburg reinvestiert werden.

Aber auch bei der Bahn müsste sich doch langsam herumgesprochen haben, dass der Service auf den Bahnhöfen entscheidend für das Wohlbefinden, das Sicherheitsgefühl und damit allgemein für die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs ist. Die Bahnhöfe sind nicht nur Aushängeschilder der Städte und Gemeinden, sondern auch andersherum die Eingangstore der Bürger zum öffentlichen Personenverkehr. Es wäre zu
wünschen, wenn die Bahn nicht ständig von außen darauf hingewiesen werden müsste, denn es sollte ihr ureigenstes Interesse sein, für ein attraktives Umfeld zu sorgen.“
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