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29.08.2014, 13:05 Uhr | MAZ - Prignitz-Kurier 29.8.2014 / Michael Beeskow
Holger Rupprecht tritt als Titelverteidiger wieder an
Das Direktmandat im Wahlkreis 1 ging bisher immer an die SPD. Linke und CDU rechnen sich aber auch gute Chancen aus.
Perleberg – Mit Holger Rupprecht (SPD), Thomas Domres (Linke)
und Gordon Hoffmann (CDU) ist der Wahlkreis I in der auslaufenden
Legislatur so stark wie nie zuvor im Landtag vertreten. Vieles spricht dafür, dass diese drei auch die Entscheidung über das Direktmandat unter sich ausmachen, das 2009 Bildungsminister Holger Rupprecht als Neuling im Wahlkreis auf Anhieb errang. Er verteidigte damit die sozialdemokratische
Hochburg. Bis dahin war die heutige SPD-Bundestagsabgeordnete
Dagmar Ziegler stets als Erste aus dem Wahlrennen hervorgegangen.
Thomas Domres wie auch Gordon Hoffmann ist jedoch durchaus die
Überraschung zuzutrauen, die SPD-Phalanx einmal zu durchbrechen.
Da alle drei auf guten Listenplätze ihrer Parteien stehen, dürften sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dem neuen Landtag angehören.
Holger Rupprecht (SPD): geboren 1953 in Gadebusch, Diplomlehrer
– tritt noch einmal an, „weil es mir Spaß macht, etwas zu bewegen.“ Bau der A 14 und der Wittenberger Hafen sind die wichtigsten Vorhaben für die Prignitz. „Dafür will ich mich weiter einsetzen. Sie sind längst noch nicht in trockenen Tüchern.“ Dass die Menschen sich in der Prignitz wohl fühlen und hier bleiben, versteht er als ein großes Feld, auf dem er sich auch künftig
betätigen wird.
Thomas Domres (Die Linke): geboren 1970 in Perleberg, Altenpfleger
– bewirbt sich zum viertel Mal um das Direktmandat. Seit die Linke 2009 in die Landesregierung einzog, könne er viel mehr bewegen. Seine Vorschläge landen nicht mehr wie in der Oppositionszeit im Papierkorb. „Beim Deichbau ist richtig Bewegung drin“, stellte er fest. Vorschläge zur besseren Finanzausstattung solcher Flächenlandkreise wie der Prignitz würden aufgegriffen. „Bodenhaftung wahren und die Kontakte zur Region“ sind für ihn persönlich wichtig.
Gordon Hoffmann (CDU): geboren 1978 in Perleberg, Erzieher –
ihm liegt die Infrastruktur am Herzen, Erhalt des Schienennetzes sowie die Internet-Versorgung. Perleberg muss Kreisstadt bleiben. Bei seinem Schwerpunkt, der Bildungspolitik, „liegt vieles im Argen“. Um Vorschläge umsetzen zu können, sei es nötig, dass die CDU die rot-rote Regierung ablöst.
Andreas Schulz (FDP): geboren 1962 in Berlin-Charlottenburg, Diplom-
Medienpädagoge – versucht zum zweiten Mal in den Landtag einzuziehen, was er selbst jedoch als schwierig einstuft. Er kämpft für die Rückkehr
der FDP ins Parlament. Er sieht die Geldverschwendung beim BER,
während es daran für die Region mangelt. Menschen, die täglich fleißig arbeiten, verdienen seiner Ansicht nach eine größere Aufmerksamkeit
in der Politik.
Frank Heinke (B 90/Grüne): geboren 1979 in Perleberg, Diplom-
Forstingenieur – bezeichnet den Bau der A 14 als sein Schlüsselerlebnis,
um sich politisch zu engagieren. Ihn empörte im Vorjahr, wie mit der Bürgerinitiative in Bentwisch umgegangen wurde, als sie sich gegen eine ortsnahe Trasse wehrte. „Hier fehlt Transparenz“, beklagt er. „Die Lebensqualität der Prignitz leidet unter dem Autobahnbau“, ist er sich sicher.
Problematisch sei auch die Massentierhaltung. Nicht nur kritisieren, sagt er. Deshalb engagiert er sich jetzt bei den Grünen.
Jörg Arnold (BVB/Freie Wähler): – geboren 1965 in Berlin, Informatiker
– tritt für BVB/Freie Wähler an. Der Bernauer möchte die Bürgerbewegung
in der Prignitz bekannt machen. Beim Sammeln seiner 100 Unterstützerunterschriften, die er für seine Kandidatur vorlegen musste, erlebte er in Perleberg und Wittenberge viel Politikverdrossenheit. Themen, die Bürger beschäftigen, fielen häufig unter den Tisch. Hier setze die BVB
an.
Thomas Schlaffke (AfD): geboren 1968 in Altdöbern, Handelsvertreter,
ist ebenfalls neu in der Politik. Ihn brachte auf, wie mit dem Thema Inklusion umgegangen wird. Der Kuhsdorfer hat selbst zwei behinderte Kinder. Die AfD decke viel auf, was schiefläuft. „Wir werden von Massentierhaltung
zugestellt, ehe die Bürger etwas mitkriegen“, kritisiert er.
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