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20.05.2016, 08:06 Uhr | Der Prignitzer 20.5.2016 / Ronald Ufer
„Perleberg wird in Schieflage gebracht“
CDU-Stadtverband hat Folgen des Verlustes des Kreissitzes berechnet – Folgen treffen die gesamte Prignitz
PERLEBERG Der Verlust der Kreisstadtfunktion im Zuge der Kreisgebietsreform wird Perleberg mindestens 1800 Arbeitsplätze sowie 900 000 Euro Landeszuschüsse pro Jahr kosten. Das geht aus einer Analyse des CDU-Stadtverbandes hervor. „Das Land streicht 500 000 Euro Kreisstadtzuschuss und durch den neuen Landesentwicklungsplan ist das geteilte Mittelzentrum mit 400 000 Euro ebenfalls weg“, sagte der Vorsitzende des Perleberger Stadtverbandes, Klaus Possenau. Er reagiert damit auf unsere jüngsten Berichte zu diesem Thema in der vergangenen Woche. Das Land spare bei seinen Ausgaben, die neuen Großkreise und Gemeinden
müssten die Finanzlücke ausgleichen. Der Stadt verblieben dagegen Steuerausfälle durch Wirtschafts- und Arbeitsplatzverlagerungen. „Das finanziell gesunde Perleberg wird mit der Reform in Schieflage gebracht. Die
Bautätigkeiten und das Investitionsvolumen sinken“, betonte Possenau.
Der Verlust von mindestens 1800 Arbeitsplätzen entsteht nach Angaben des
früheren Wirtschaftsförderers durch den Wegzug von Kreisverwaltung, Amtsgericht und weiteren Institutionen sowie der Abgabe von Aufgaben und Mitarbeitern bei Polizei, Gesundheitsversorgung, Kultur und Tourismus. Allein der Weggang der Kreisverwaltung koste 700 Stellen. Insgesamt erwartet die CDU für Perleberg einen Rückgang von Wirtschaftsdynamik und Bevölkerung.
Betroffen sei die ganze Prignitz, da jeder zweite Arbeitnehmer in Perleberg aus der Region komme. Die negativen Effekte entstünden nicht sofort, sondern über mehrere Jahre im Zuge der Verlagerungen, so der CDU Kommunalpolitiker. Betroffen seien auch junge Menschen, deren Chancen auf
Arbeit in der Region stark schrumpften. Perleberg wird sich nach CDU-Einschätzung stark verändern, aber auch andere Gemeinden seien hart betroffen. Letztlich müssten Handwerk, Versorgung, Handel und die Wirtschaft
insgesamt die Folgen tragen. Der Stadtverband sieht die Reform als unnötig an. Sie gefährde die Entwicklung der Kreisstadt Perleberg und der Prignitz. Sie schaffe Verlierer wie Kreisstädte, kreisfreie Städte und die Randregionen
Brandenburgs, die laut der renommierten Prognos-Studie aktuell bundesweit
letzte Plätze in der Entwicklung aufweisen. Mit Blick auf die Ablehnung der Reform durch fast 70 Prozent der Bürger und die wirtschaftlichen Folgen
könne es keinen Kompromiss bei der rot-roten Kreisreform geben, betonte die
Perleberger CDU. Interessant werde sein, wie sich die Landtagsabgeordneten aus den Randregionen im Landtag dazu entschieden. Ronald Ufer
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