Presse
25.09.2017, 16:29 Uhr | Der Prignitzer 25.7.2017 / Hanno Taufenbach, Barbara Haak
Steineke siegt erneut
CDU holt das Direktmandat in der Prignitz / AfD mit dem Ergebnis sehr zufrieden / Dagmar Ziegler (SPD) zeigt sich erschüttert
PRIGNITZ CDU-Mann Sebastian Steinecke hat es geschafft. Der Christdemokrat gewinnt nach dem Wahlerfolg vor vier Jahren wieder das Direktmandat für den Bundestag im Wahlkreis 56 (Prignitz-Ostprignitz-Ruppin-Havelland I), gefolgt von Brandenburgs Spitzen- und hiesiger Direktkandidatin
Dagmar Ziegler. Die Sozialdemokratin konnte ihr Ziel, den Wahlkreis zurück
zu erobern, nicht erreichen, lieferte sich in einigen Bereichen gar ein enges Kopf an Kopf-Rennen mit dem AfD Kandidaten Michael Nehls. Sie habe um den Sieg gekämpft, aber die große Enttäuschung sei nicht eingetreten, so Dagmar Ziegler. „Das Ergebnis und der Sieg von Sebastian Steineke waren zu erwarten.“ Das Gesamtergebnis ihrer Partei bezeichnet sie als erschütternd. Mindestlohn oder Rentenanpassung hätte es ohne die SPD in der Regierungskoalition nicht gegeben. Zwei Entscheidungen, von denen
gerade Brandenburger und Prignitzer profitieren würden, „aber das hat der Wähler nicht honoriert“. Das Abschneiden der AfD mache ihr persönlich Angst. „Das sind Populisten, die andere gegen Schwache aufhetzen und Stimmung machen“, sagte Ziegler. Sie werde dafür kämpfen, dass mehr in politische Bildung investiert werde. Ob sie das in der Opposition machen werde, sei offen. „Der Wähler hat uns in die Opposition geschickt, aber wir müssen die Ergebnisse erst noch genau anschauen.“ Eine Jamaika-
Koalition sehe sie sehr kritisch. Angela Merkel sei am Zuge und müsse Gespräche anbieten. Wahlsieger Sebastian Steineke freute sich vor allem darüber, dass er seinen Erfolg von vor vier Jahren bestätigen konnte. „Bis hin zum Ortsbürgermeister waren wir bei den Menschen präsent, haben viele
Themen angesprochen. Das hat sich ausgezahlt“, sagte er. Nachdem die SPD viele Jahre lang in Brandenburg als Dauersieger aus Wahlen hervorging, habe die CDU jetzt bewiesen, dass sie ihren Erfolg verstetigen könne. Für eine Koalition gebe es nur zwei Möglichkeiten „und es wäre bedauerlich, wenn sich die SPD Gesprächen gegenüber verschließen würde, so Steineke.
Das gute Abschneiden der AfD habe sich abgezeichnet, „aber das starke Ergebnis gerade in Brandenburg stimmt mich nachdenklich“. Wenn es jetzt nicht gelinge, die Anliegen der Menschen aufzunehmen und zeitnah Lösungen zu finden, „droht bei den Landtags- und Kommunalwahlen 2019 ein böses Erwachen“, sagte Steineke. Michael Nehls ist mit seinem Abschneiden als AfD-Direktkandidat hier im Wahlkreis zufrieden. Dass der CDU Bewerber
das Rennen mache, war zu erwarten. Nehls nennt es den Merkel-Effekt. Auch das Zweitstimmenergebnis überzeuge, sagt er. „Die Bürger haben uns im Vergleich zu den letzten Wahlen besser kennen gelernt und wissen unser Programm zu schätzen.“ Im Bundesdurchschnitt hätte er sich für seine Partei allerdings ein höheres zweistelliges Ergebnis gewünscht. „Mit gut 13 Prozent, wenn es dabei bleibt, können wir nicht so viel in der Opposition erreichen,
wie wir wollen. Gleichzeitig kündigt Nehls an: „Wir werden in der Opposition richtig hart arbeiten, die Regierung zwingen, viele Anträge der AfD anzunehmen. „Wir haben hier im Wahlkreis ein bitteres Ergebnis eingefahren“,
sagt unumwunden die Linke-Direktkandidatin Kirsten Tackmann. Die Partei
kämpfe „für eine friedliche, weltoffene und tolerante Gesellschaft“. Aber offensichtlich hat die Abrechnung mit der großen Koalition der AfD genutzt. „Die SPD muss darüber nachdenken“, denn sie habe nach der letzten Bundestagswahl die Rot-Rot-Grüne-Koalition als Alternative zur Union verweigert. Sie ist davon überzeugt, dass die AfD keine Alternative zur jetzigen Politik aufzeigt. „Mit ihr wird es noch mehr Verlierer geben.“
Hoffnungsvoll stimmt es sie, „dass wir im Wahlkampf eine Menge neuer Mitglieder auch hier in Wahlkreis gewinnen konnten.“ „Die liberale Stimme der
FDP wird bundesweit wieder gehört. Wir haben ein super Ergebnis eingefahren“ sagt der liberale Direktkandidat im Wahlkreis 56. „Für die Zweitstimmen haben wir uns hier in der Region eine Fünf vor dem Komma vorgenommen.“ Das habe augenscheinlich geklappt. „Mein Erststimmenergebnis geht für mich in Ordnung.“ „Ich freue mich super über
das Bundesergebnis unserer Partei, das wir trotz des Gegenwindes erreicht haben. Das gelte auch für das Erst- wie das Zweitstimmenergebnis in
Brandenburg und für den Wahlkreis56. „Denn der Nordwesten des Landes gehört nicht zu den Hochburgen der Grünen“ , sagte Martin Wandrey.
Barbara Haak, Hanno Taufenbach
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