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08.05.2013, 10:38 Uhr | JU Prignitz Pressesprecher
Diskussion mit Michael Stübgen, MdB und Prof. Dr. Georg Milbradt
Ist der Euro noch zu retten?
 
Das fragten sich am Montagabend viele Bürger, die an einer Diskussion teilnahmen, zu der die Konrad-Adenauer-Stiftung geladen hatte. Als Auftakt zur neuen Reihe „Prignitzer Debatte“ ging es um das derzeit alles beherrschende Thema der Eurokrise. Unter dem Motto „Euroland abgebrannt?“ diskutierten der Europapolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Stübgen, und der Ministerpräsident a.D. Prof. Georg Milbradt mit den Zuhörern.
 
Das Thema, welches Lydia Bosse aus Gerdshagen, die erst kürzlich in den Vorstand der Jungen Union Prignitz aufrückte, vorschlug, zeigte dann auch schnell sein Konfliktpotenzial. Nachdem Stefan Raabe (KAS Potsdam) und Gordon Hoffman (Kreisvorsitzender der CDU und Mitglied des Landtages), der den Abend moderierte, die Anwesenden kurz begrüßten, entwickelte sich eine hitzige, aber sachliche Debatte zwischen den beiden Gästen.
 
Während Stübgen die Rettungspolitik der Bundesregierung als notwendig und erfolgreich darstellte, kritisierte Prof. Milbradt diese scharf. Symptom und Ursache würden in der aktuellen Debatte verwechselt. Die Staatsschulden seien nicht Ursache, sondern Symptom der aktuellen Krise, so Milbradt. Wirkliches Problem sei die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit in den südlichen Ländern, die verbessert werden müsse.
 
Dagegen verstärkte Michael Stübgen seine Meinung, dass wirksame Reformen in den Krisenländern zum Schuldenabbau führen müssen, damit die Wirtschaft in der Eurozone wieder gesunden kann. Einig waren sich die Redner hingegen dabei, dass Deutschland nicht für die Fehler anderer Länder bezahlen darf und es bei Hilfszusagen genaue Vorgaben geben muss.
 
Auch das Publikum war eher gespaltener Meinung, welcher nun der richtige Weg aus der Krise sein wird, was zeigt, dass die Debatte um Deutschlands Engagement in der Eurokrise noch lange nicht zu Ende ist.
 
Dennoch sprachen abschließend alle Teilnehmer von einer gelungenen Veranstaltung, bei der es zu einer lebhaften Diskussion zwischen allen Beteiligten kam. Gordon Hoffmann stellte erfreut fest, dass „zwei Vertreter der CDU hier vorne unterschiedliche Meinungen haben und diese auch vertreten. Dies zeigt, dass in einer breit aufgestellten Volkspartei kontroverse Ansichten vorkommen können und diese die Kontroverse auch bereichern“.
 
Bei derart positiven Rückmeldungen bleibt nur noch zu hoffen, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung auch bei zukünftigen Veranstaltungen ebenso engagierte Teilnehmer erreichen wird.  
 
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