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01.09.2014, 15:13 Uhr | MAZ - Kyritzer Tageblatt 30.8.2014 / Michael Beeskow
Dreikampf zu erwarten
Wahlkreis 1: Drei Landtagsabgeordnete unter den Kandidaten
Perleberg/Gumtow – Mit Holger Rupprecht (SPD), Thomas Domres (Linke) und Gordon Hoffmann (CDU) ist der Wahlkreis Prignitz I, wozu die Gemeinde Gumtow gehört, in der auslaufenden Legislatur so stark wie nie zuvor im Landtag vertreten. Vieles spricht dafür, dass diese drei auch die Entscheidung über das Direktmandat unter sich ausmachen, das 2009 Holger Rupprecht errang. Er verteidigte damit die sozialdemokratische
Hochburg. Bis dahin war die heutige SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler stets als Erste aus dem Wahlrennen hervorgegangen.
Holger Rupprecht (SPD): geboren 1953 in Gadebusch, Diplomlehrer
– tritt noch einmal an, „weil es mir Spaß macht, etwas zu bewegen“. Bau der A 14 und der Wittenberger Hafen sind die wichtigsten Vorhaben für die Prignitz. „Dafür will ich mich weiter einsetzen. Sie sind längst noch nicht in trockenen Tüchern.“
Thomas Domres (Die Linke): geboren 1970 in Perleberg, Altenpfleger – bewirbt sich zum vierten Mal um das Direktmandat. Seit die Linke 2009 in die Landesregierung einzog, könne er viel mehr bewegen. Seine Vorschläge landen nicht mehr wie in der Oppositionszeit im Papierkorb. „Beim
Deichbau ist richtig Bewegung drin“, stellt er fest. Vorschläge zur besseren Finanzausstattung solcher Flächenlandkreise wie der Prignitz würden aufgegriffen.
Gordon Hoffmann (CDU): geboren 1978 in Perleberg, Erzieher – ihm liegt die Infrastruktur am Herzen, Erhalt des Schienennetzes sowie die Internet-Versorgung. Perleberg muss Kreisstadt bleiben. Bei seinem Schwerpunkt,
der Bildungspolitik, „liegt vieles im Argen“. Um Vorschläge umsetzen zu können, sei es nötig, dass die CDU die rot-rote Regierung ablöst.
Andreas Schulz (FDP): geboren 1962 in Berlin-Charlottenburg, Diplom-Medienpädagoge – versucht zum zweiten Mal, in den Landtag einzuziehen,
was er selbst jedoch als schwierig einstuft. Er kämpft für die Rückkehr der FDP ins Parlament. Er sieht die Geldverschwendung beim BER, während es
daran für die Region mangelt.
Frank Heinke (B 90/Grüne): geboren 1979 in Perleberg, Diplom-Forstingenieur – bezeichnet den Bau der A 14 als sein Schlüsselerlebnis,
um sich politisch zu engagieren. Ihn empörte im Vorjahr, wie mit der Bürgerinitiative in Bentwisch umgegangen wurde, als sie sich gegen eine ortsnahe Trasse wehrte. „Hier fehlt Transparenz“, beklagt er. Problematisch sei auch die Massentierhaltung.
Jörg Arnold (BVB/Freie Wähler): geboren 1965 in Berlin, Informatiker – tritt für BVB/Freie Wähler an. Der Bernauer möchte die Bürgerbewegung in der Prignitz bekannt machen. Beim Sammeln von Unterstützerunterschriften
erlebte er viel Politikverdrossenheit. Themen, die Bürger beschäftigen, fielen
häufig unter den Tisch.
Thomas Schlaffke (AfD): geboren 1968 in Altdöbern, Handelsvertreter, ist ebenfalls neu in der Politik. Ihn brachte auf, wie mit dem Thema Inklusion umgegangen wird. Der Kuhsdorfer hat selbst zwei behinderte Kinder. Die AfD decke viel auf, was schiefläuft. „Wir werden von Massentierhaltung zugestellt, ehe die Bürger etwas mitkriegen.“
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