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23.05.2018, 15:48 Uhr | Nando Strüfing
Geplante Mobilfunkstandorte in der Region sind unzureichend
Wie der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke, mitteilt, werden sich nach Informationen des Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg (MIK) 8 der geplanten 32 potenziellen neuen Standorte für Mobilfunk im Land Brandenburg in den drei Kreisen Ostprignitz-Ruppin (OPR), Prignitz und Havelland (HVL) befinden. Entsprechende Funkmasten könnten demnach in Lenzen und Glöwen im Landkreis Prignitz; in Stendenitz, Blesendorf und Fehrbellin in Ostprignitz-Ruppin sowie in Paulinenaue, Stechow und Milower Land im Havelland errichtet werden.

Der Abgeordnete begrüßt grundsätzlich, dass die Landesregierung das Problem nun endlich erkannt hat. Dennoch seien die Pläne völlig unzureichend. „Durch den Funklochmelder der CDU-Landtagsfraktion musste sich auch die Landesregierung eingestehen, dass es in Brandenburg von Funklöchern nur so wimmelt. Der Druck hat gewirkt. Die jetzigen Pläne reichen aber bei Weitem nicht aus. 32 neue Standorte sind bezogen auf das ganze Land lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein,“ sagt Steineke, der 2017 im Rahmen seiner Funklochtour u.a. in Kleßen-Görne (HVL), Lenzerwische, Groß Pankow und Wittenberge (alle Prignitz) und Rheinsberg (OPR) auf das Thema aufmerksam machte. „Viele Orte mit akut schlechtem Mobilfunkempfang bleiben auf der Strecke,“ so Steineke. Er fordert die Landesregierung auf, drin-gend nachzusteuern und richtet seinen Blick auf das bayerische Modell, wo das Land den Problemen mit einem Mobilfunk-Förderprogramm entgegensteuert.

Auch an der jüngsten Erfolgsmeldung aus Kleßen-Görne im Havelland, wo die Telekom demnächst Funkmasten errichten wird, hat das Land keine Aktien. „Hier haben insbesondere die Menschen vor Ort so lange dafür gekämpft, bis es geklappt hat und die Telekom nun baut,“ stellt Steineke klar. Er werde sich weiter für den Ausbau, auch auf Bundesebene, stark machen.

Die brandenburgische Landesregierung hat gestern Pläne vorgestellt, wonach im Zuge von Rahmenvereinbarungen mit den großen Mobil-funkbetreibern bis zu 32 neue Mobilfunkstandorte innerhalb der BOS-Suchkreise gebaut und die Mitnutzungsmöglichkeiten von einigen bereits vorhandenen BOS-Standorten geprüft werden sollen. Hierfür wurden für den Neubau 32 Standorte in ganz Bandenburg ausgewählt, bei denen man nun geeignete Grundstücke sucht.

Steineke (2.v.l.) während seiner Funklochtour 2017 in Groß Pankow

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